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„Nun, alter Herr," sagte Mason, „habt Ihr den armenBurschen da drinnen aufgezänmt, daß er seinen letzten Ritt un-ter geistlichem Zügel machen kann?"
„Deine Rede ist vom Uebel, nnheiliger Mann," rief der Prie-ster mit erhobenen Händen, indem er die Angen voll heiligenEntsetzens gen Himmel richtete; „nnd so will ich jetzt nnbeschä-digt von dir ziehen, wie Daniel vor den Zähnen der Löwen be-wahrt blieb."
„Fort mit dir, du heuchlerischer, psalmodirendcr, plärrenderSchuft in Pfaffentracht," erwiederte Mason verächtlich. „BeiWashingtons Leben! Es liegt einem ehrlichen Burschen schwer imMagen, wenn er sehen muß, daß solche gefräßige Bestien ein Landverheeren, für das er sein Blut vergießt. Wenn ich dich nur eineViertelstunde in einer virginischen Pflanzung hätte, so wollte ichdich lehren, mit den Truthühnern die Würmer vom Tabak zu lesen."
„Ich verlasse dich nnd schüttle den Staub von meinen Schuhen,damit kein Ueberblcibsel von dieser Höhle der Gottlosigkeit dasGewand des Gerechten verunreinige."
„Mache, daß du fortkömmst, oder ich will dir den Staub ausdem Wamse klopfen, du heuchlerischer Schuft! Solch' ein Kerlwill meinen Leuten predigen! Der Hollister seht ihnen schon genugFlöhe in's Ohr mit seinen Ermahnungen; die Schurken werdenmir nachgerade so gewissenhaft, daß sie mir keinen Hieb mehrführen wollen, der nur die Haut ritzt. Doch halt! wo willst denndu hin, Meister Schwarzhant, in so heiliger Gesellschaft?"
„Er ist ansgeschickt," erwiederte der Geistliche, indem er hastigfür seinen Begleiter das Wort nahm, — „um ein Buch zu holen,in welchem der junge sündige Mensch da droben viel Trost nndErbauung finden kann, und das seine Seele in kurzer Zeit soweiß machen wird, als seine Außenseite schwarz nnd unscheinbarist. Willst du dem Sterbenden die Tröstungen der Religion ent-ziehen ?"