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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Antwort hört! Bist du nicht eine aus dieser götzendienerischenGemeinde?"

Ich verehre die Altäre meiner Vater," sagte Miß Peyton,indem sie Heinrich, welcher eben ansbrechen wollte, «einen Winkgab,und kenne keine andern Götzen, als meine eigene Gebrech-lichkeit."

Ja, ja, ich kenne dieses selbstgerechte und papistische Wesen,diesen Formcndicnst und dieses Hören auf eine Bücherpredigt.Glaubst du, Weib, daß der heilige Paulus etwas Schriftlichesin der Hand hatte, als er den Gläubigen das Wort Gottes ver-kündigte?"

Meine Anwesenheit stört Ench," sagte Miß Peyton aufstehend.Ich will Ench mit meinem Neffen allein lassen, und für michdie Gebete znm Himmel schicken, die ich so gerne mit den seini-gen vereint hätte."

Mit diesen Worten entfernte sie sich, und die Frau des Hausesfolgte, nicht wenig erschüttert und dabei überrascht von dem ge-waltigen Eifer dieses neuen Bekannten; denn obgleich das guteWeib glaubte, daß Miß Peyton und ihre ganze Kirche die breiteStraße des Verderbens zögen, so war sie doch keineswegs gewohnt,eine so nnverholene und lieblose Verdammung über sie ausspre-chen zu hören.

Heinrich hatte nur mit Mühe seinen Unwillen über diesenunberufenen Angriff auf seine sanfte und duldsame Tante unter-drückt; als sich aber die Thürc hinter ihr schloß, gab er seinenGefühlen Raum.

Ich muß bekennen, Sir," rief er mit Heftigkeit,daß ich,als ich den Diener Gottes vor mich ließ, einen Christen zu findenhoffte einen Menschen, der im Gefühl seiner eigenen SchwächeGeduld mit den Gebrechen Anderer zu tragen weiß. Ihr habtdas zarte Herz einer herrlichen Frau verwundet, und ich gestehe,