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Miß Peyton war von diesem sonderbaren Benehmen nicktwenig überrascht; doch die Macht der Gewohnheit zwingt uns,von heiligen Dingen mit Verehrung zu sprechen, selbst da, wowir besser thun würden, zu schweigen, und so snhr sie fort:
„Es ist eine Macht über uns, welche unsere schwachen Kräfteunterstützen kann und unterstützen will, wen» wir ihren Beistandin gläubiger Dcmnth anffehen."
»Der Fremde warf einen finsteren Blick auf die Sprecherin,nahm dann eine Miene der Zerknirschung an, und erwiederte imTone des Vorwurfes:
„Nicht Jeder wird erhört, der nm Gnade schreit. Die Wegeder Vorsehung sind den Blicken der Menschen ein Buch mit siebenSiegeln. Viele sind berufen, aber Wenige auserwählt. Es istleichter, von Demnth zu sprechen, als solche zu üben. Bist du sodemüthig, elender Wurm, daß du Gott in deiner eigenen Ver-dammnis; zu preisen wünschest? Wenn das nicht ist, so weichevon hinnen, du Zöllner und Pharisäer!"
Ein so großer Fanatismus war in Amerika nicht gewöhnlich,und Miß Peyton fing an zu vermnthen, daß cs mit den Geistes-kräfte» ihres Gastes nicht richtig sein möchte. Da sie sich abererinnerte, daß er von einem bekannten, achtbaren Geistlichen ge-schickt mar, so verwarf sie diesen Gedanke» wieder und cntgegnetemit Milde:
„Ich bin vielleicht im Jrrthnm, wenn ich glaube, daß dieGnade allen Mensckcn zugänglich ist; aber cs liegt so viel Beru-higendes in dieser Lehre, daß ich mich ungern enttäuschen ließe."
„Gnade gibt es nur für die Anscrwähltcn," rief der Fremdemit einer unerklärlichen Heftigkeit, „und du bist in dem Thaleder Schatten des Todes. Bist du nicht eine Anhängerin der eitelnCcremonien jener falschen Kirche, die unsere Tyrannen so gernenebst ihren Stempeltaxen und Theesteuern einführcn möchten?Antworte mir, Weib, und erinnere dich, daß der Himmel deine