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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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daß ich wenig Neigung fühle, meine Gebete mit denen eines sounduldsamen Geistes zu vereinigen."

Der Geistliche richtete sich in ernster Haltung auf, folgte densich entfernenden Frauen mit einem Blicke mitleidiger Verachtungund nahm den Vorwurf des jungen Mannes hin, als ob er keinerBeachtung werth sei. Auf einmal ließ sich aber eine andereStimme vernehmen.

Ein solcher Ausfall hätte bei vielen Weibern Krämpfe Hervor-bringen können : doch er hat seinem Zwecke gehörig entsprochen."

Wer ist das?" rief der Gefangene, indem er sich verwundertim Zimmer nach dem Sprecher umsah.

Ich bin's, Kapitän Wharton," sagte Harve» Birch, indem erdie Brille entfernte und seine durchdringenden Augen unter einemPaar falscher Augenbrauen zum Vorschein kamen.

Guter Gott! Harvey!"

Stille!" sagte der Hansirer feierlich;dieser Name darf nichtlaur werden am allerwenigsten hier, in dem Herzen der ame-rikanischen Armee." Birch hielt inne, und sah sich einen Augen-blick mit einem Ausdrucke, der nichts von der niedrigen Leiden-schaft der Furcht verrieth, im Zimmer um; dann fuhr er mitdüsterem Tone fort:Es hängen tausend Stricke an diesem Na-men, und ich dürfte nicht zu entkommen hoffen, wenn ich wiederergriffen würde. Ich habe ein schreckliches Wagestück unternom-men; aber der Gedanke, einen unschuldigen Menschen den Todeines Hundes sterben zu sehen, wenn, ich ihn nicht retten könnte,ließ mich weder rasten noch ruhen."

Nein," sagte Heinrich, und die Glut eines edeln Gefühlsfärbte seine Wangen;wenn das Wagniß für Euch so groß ist,so geht wieder zurück, wie Ihr gekommen seid, und überlaßt michmeinem Schicksale. Dunwvodie bietet gegenwärtig Allem zu meinerRettung auf, und wenn er im Laufe der Nacht mit Herrn Harperzusammentrifft, so ist meine Befreiung gewiß."