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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Manne und dem Glücke ihrer eigenen Familie bestehen mochte.Er hatte augenscheinlich Sara gegen den Vollzug einer Unthatgeschuht, deren Opfer sie bereits theilweise geworden war, und niehatte er sich feindlich gegen die Interessen ihres Hauses bewiesen.

Nachdem sic so geraume Zeit in der vergeblichen Erwartung,die Gestalt werde wieder erscheinen, ans den Punkt geblickt hatte,wo sie ihrer zuletzt ansichtig geworden war, wandte sie sich wie-der zu den Ihrigen im Zimmer. Miß Peyton saß bei Sara,welche jetzt wieder einige leichte Zeichen gleich als bemerkesie, was um sie vorging von sich gab, obgleich ihre Theil-nahmlosigkeit an Freude oder Schmerz fortdanerte.

Es scheint mir, meine Liebe, du hast dich diese Zeit über mitden Manövern eines Regiments recht vertrant gemacht," sagte MißPeyton;jedenfalls keine üble Neigung für das Weib eines Soldaten."

Ich bin noch nicht das Weib eines solchen," sagte Franziska,bis zur Stirne erröthcnd,und wir haben wenig Grund, einezweite Hochzeit in unserer Familie zu wünschen."

Franziska!" rief ihr Bruder, indem er von seinem Sitzeanfsprang und in heftiger Aufregung im Zimmer auf und abging,ich bitte dich, berühre diese Saite nicht wieder. Solange mein Schicksal noch ans der Wage schwebt, möchte ichFriede haben mit allen Menschen."

Nun, dieses Schweben hat ein Ende," rief Franziska gegendie Thüre eilend;da kommt Peyton mit der Freudcnpost deinerBegnadigung."

Sie hatte kaum ausgesprochen, als die Thüre aufging undder Major hereintrat. Sein Aeußeres verkündete weder einengünstigen noch einen ungünstigen Erfolg, wohl aber trug es dasentschiedene Gepräge des Verdrusses. Er nahm die Hand, welcheFranziska in der Ueberfülle ihres Herzens gegen ihn ansstreckte,ließ sie aber schnell wieder fahren, und warf sich in sichtlicherErmüdung ans einen Stuhl.