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„Es ist dir nicht gelungen," sagte Wharton mit klopfendemHerzen, obwohl mit anscheinender Fassung.
„Haben Sie Harper getroffen?" rief Franziska leichenblaß.
„Nein; wahrend ich in einem Nachen über den Fluß setzte,muß er in einem andern a»f diese Seite herübergefahren sein.Ich kehrte ohne Verzug um, und verfolgte seine Spur mehrereMeilen weit in's Hochland; aber am westlichen Passe habe ich sieauf eine unerklärliche Weise verloren. Ich komme nun wiederzu euch, um euch zu beruhigen; jedenfalls werde ich ihn dieseNacht sehen und für Heinrich Frist erlangen."
„Haben Sie Washington gesehen?" fragte Miß Peyton.
„Dnnwoodic blickte sie einen Augenblick mit zerstreuten Sinnenan und erwiederte mit einiger Zurückhaltung:
„Der Obergeneral hat das Hauptquartier verlassen."
„Aber Peyton," rief Franziska mit wicderkehrcndem Schrecken,„wenn sie einander nicht träfen, so wird's zu spät. Harper wirdallein Nichts thnn können."
Dnnwoodie wandte den Blick langsam nach ihrem Antlitz, undweilte einen Augenblick auf ihren ängstlichen Zügen; dann fuhrer, noch immer in Gedanken, fort:
„Sie sagen, daß er Heinrich seinen Beistand versprochen hat?"
„Gewiß, — und zwar ganz ans eigenem Antrieb, als Vergel-tung der ihm zu Theil gewordenen Gastfreundlichkeit."
Dnnwoodie schüttelte den Kopf und wurde ernster.
„Das Wort.Gastfreundlichkeit* gefällt mir nicht — es hateinen gar leeren Klang. Es muß ein besserer Grund vorhandensein, um Harper zu binden, und ich fürchte ein Mißverständlich.Erzählen Sie mir doch den ganzen Vorgang noch einmal."
Franziska entsprach dieser Aufforderung mit ängstlicher Hast.Sie erzählte umständlich, wie er in den Locusten ankam, wie erausgenommen wurde, und was sich weiter begab, wobei sie sosehr in's Einzelne ging, als es ihr Gedächtnis; irgend gestattete.
Der Spion. 27