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besaß. Sie hielt ihren Geliebten für fähig, Alles zn vollführen,was in menschlichen Kräften lag, rief stell jedes Wort, das Har-per ausgesprochen hatte, jeden Zng seines wohlwollenden Gesich-tes in's Gedächtniß zurück, »nd überließ sich der ganzen Glück-seligkeit nen erwachter Hoffnung.
Miß Peptons Freude war besonnener; auch nahm sie häufigdie Gelegenheit wahr, es ihrer Nichte zn verweisen, daß sie sicheiner so schwindelnden Freude hingebc, ehe sie die Gewißheit derVerwirklichung ihrer Erwartungen besitze. Aber das leichte Lächeln,das die Lippen dieser Dame umschwebte, widersprach gar sehr dervon ihr empfohlenen Nüchternheit der Gefühle.
„Ei, liebe Tante," erwiederte Franziska scherzend ans einenihrer häufigen Verweise, „willst du, daß ich die Freude überHeinrichs Rettung unterdrücken soll, da du cs doch selbst so oftfür unmöglich erklärt hast, daß die Männer, welche in unseremVaterlande Macht haben, einen unschuldige» Menschen opfernkönnten?"
„Ja, ich hielt es für unmöglich, mein Kind, und denke auchnoch so. Aber man muß den Ausdruck der Freude, wie den desKummers zn mäßige» wissen."
Franziska dachte an die Worte Jsabcllcns, und wandte sichmit Thränen des Dankes im Auge zn ihrer trefflichen Tante.
„Du hast recht," erwiederte sie; „aber cs gibt Gefühle, über diedie Vernunft Nichts vermag. Ach, dort sind die Ungeheuer, welchegekommen sind, um Zeugen von dem Tode eines ihrer Mitmen-schen zn sein. Da marschircn sie auf dem Felde hin, als ob dasLeben nichts als ein militärisches Schauspiel sei."
„Es hat auch für die Miethlinge keine viel höhere Bedeu-tung," sagte Heinrich, indem er seine Lage zn vergessen suchte.
„Du siehst darauf hin, meine Liebe, als ob du einem solchenmilitärischen Schauspiele doch einiges Interesse abgewinnen könn-test," sagte Miß Pepton, als sic bemerkte, daß ihre Nichte mit