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„Aber hat er auch die Macht dazu?" sagte Franziska; „wirdes ihm gelingen, Washingtons unbeugsames Herz zu rühren?"
„Ob er cs kann?" rief der Jüngling; „wenn cr's nicht kann,— ha, wenn er's nicht kann, wer sollte es sonst können? — Greeneund Heath und der junge Hamilton sind Nichts gegen diesen Har-per. Aber" — er eilte auf Franziska zu und druckte ihre Handkrampfhaft — „wiederholen Sie es mir — Sie sagen, Sic hät-ten sein Versprechen?"
„Gewiß, gewiß, Peyton; — sein feierliches, wohlüberlegtesVersprechen, nachdem er von allen Umständen Kunde hatte."
„So dürft ihr ruhig sein," entgegnete Dnnwoodie freudig,indem er die Geliebte einen Augenblick an die Brust drückte.„Ihr könnt ruhig sein, denn Heinrich ist gerettet."
Er hielt sich nicht mit weiteren Erklärungen auf, sondernstürzte ans dem Zimmer und ließ die Familie in stummer Ver-wunderung zurück. Bald vernahmen sie die Hnftritte seines Ros-ses, während er mit der Schnelligkeit eines Pfeiles fortjagte.
Eine geraume Zeit nach der plötzlichen Abreise des jungenMannes unterhielt sich die geängstigte Familie über die Wahr-scheinlichkeit seines Erfolges. Die Zuversicht, mit welcher Dun-woodie gesprochen, hatte auch seine Zuhörer einigermaßen mitgleichem Vertrauen beseelt. Jedes fühlte, daß Heinrichs Aussichtenwieder etwas Heller wurden, und mit der znrückkehrenden Hoffnungerwachte auch neuer Lebensmuts), der sich bei Allen, mit AusnahmeHeinrichs, bis zur Freude steigerte. Freilich war auch die Lagedes Letzteren zu schrecklich, um auf eine so unsichere Zusage zubauen, und erst vor wenigen Stunden hatte er empfinden müssen,um wie viel schmerzlicher die Ungewißheit ist, als eine bestimmteEntscheidung des herbsten Geschickes. Bei Franziska war es anders.Mit allem Vertrauen der Liebe lebte sie der getrosten Ueberzeu-gnng, welche ihr Dunwovdie's Versicherung einflößte, ohne sich selbstmit Zweifeln zu ängstigen, zu deren Beseitigung sie keine Mittel