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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Seite
397
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vcrurtheilt worden, welches nun, wie ich sehe, mir bevvrsteht.Ich kann daher wohl gestehe», daß er mir die Stücke der Ver-kleidung verschaffte, in welchen ich an euer» Vorposten vorbeikam.Aber bis znm letzten Augenblicke, bis zu meinem letzten Athem-zuge werde ich bethenern, daß meine Absichten so rein waren,als die des nnschnlbigen Wesens, welches hier vor Ihren Augensteht."

Kapitän Whartvn," sagte der Präsident feierlich,die Feindeder amerikanischen Freiheit haben mächtige und schlaue Versucheunternommen, unsere Macht zu untergraben. Wir haben, so weites seine Mittel und seine Erziehung gestatten, keinen gefährlicherenMenschen unter den Reihen unserer Feinde, als diesen Hansirer vonWest-Chester. Er ist ein Spion ränkevoll, verschlagen undscharfblickend, mehr als irgend ein Mann seiner Klasse. Sir-Heinrich konnte nichts Besseres thun, als daß er ihn bei demnächsten Versuche seinem Offiziere an die Seite gab. Er hätteAndre retten können. In der That, junger Mann, diese Ver-bindung wird für Ihr Schicksal entscheidend sein!"

Der edle Unwille, der ans den Zügen des alte» Kriegersleuchtete, wurde durch einen Blick vollkommener innerer Ueberzen-gung von Seite der beiden andern Richter begleitet.

Ich habe ihn zu Grunde gerichtet!" rief Franziska und rangentsetzt die Hände.Wenn Sie uns verlassen, so ist er wirklichverloren!"

O nicht dock! liebliche Unschuld nicht doch!" sagte derObrist mit tiefer Bewegung.Sie richten Niemand zu Grunde,aber uns Alle bringen Sie in Verlegenheit."

Ist Kindesliebe denn ein so großes Verbrechen?" sagteFranziska mit wilden Blicken.Könnte Washington der edle,gerade, unparteiische Washington, ein so hartes Urtheil aus-sprechen? Verschieben Sie die Sache, bis Washington Alleserfahren hat."