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Auch war bereits der Gerichtshof zusammengetreten, welcher dieUmstände zn untersuchen hatte, und ans dessen EntscheidungHeinrichs Schicksal beruhte.
Endlich kam der entscheidende Augenblick. Die bei der Unter-snchung betheiligten Personen waren versammelt. Franziska über-wältigte ein erstickendes Gefühl, als sie ihren Sitz in der Mitteder Familie einnahm und ihre Augen über die Gruppe der An-wesenden gleiten ließ. Die Richter, drei an der Zahl, saßen, inihre Uniformen gekleidet, neben einander, und beobachteten einenErnst, wie er der gegenwärtigen Gelegenheit nnd ihres Rangeswürdig war. Der mittlere war ein in den Jahren schon vorge-rückter Mann, dessen ganzes Acnßere das Gepräge eines frühebegonnenen nnd thatenreichen kriegerischen Lebens knnd gab. Erwar der Präsident des Gerichts, und Franziska heftete nach einerschnellen nnd unbefriedigten Musterung seiner Kollegen ihre Blickeauf seine wohlwollenden Züge, welche ihr als die Vorboten derBegnadigung ihres Bruders erschienen. In dem Gesichte desVeteranen lag ein einnehmender, leidenschaftsloser Ausdruck, wel-cher das Mädchen, im Gegensatz zn der strengen Würde nnd Ruheder Andern, aufs Lebhafteste ansprach. Seine Haare waren sol-datisch in die Höhe gestrichen, nnd seine Kleidung stand ganz imEinklang mit den Regeln des Dienstes, welchen er zu üben hatte;aber seine Finger spielten mit einer Art krampfhafter nnd unwill-kürlicher Bewegung mit dem Portepee seines Säbels, welcherihm theilweise als Lehne diente, nnd der, wie der Mann selber,ein Ucbcrbleibsel ans älteren Zeiten zn sein schien. Die Bewegungseines Innern war nicht zu verkennen, obgleich der militärischeAnstand, welchen er an den Tag legte, dem Ausdrucke des Mit-leids in seinen Zügen eine ehrfnrchtgebietende Würde bcimischte.Die beiden andern Richter waren Offiziere ans den östlichen Trup-pen, welche die Festungen der westlichen Spitze nnd die anliegendenGebirgspässe besetzt hielten. Es waren Männer im Mittage des