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Sechsundzwanzigstes Kapitel.
Gestählt von Kriegesmüh' sind diese Glieder.
Und nimmer hat die Wange Furcht gebleicht;
Doch deine Schreckensmähr' entnervt mein Jnn'res,
Schlägt mir auf einmal alle Mannheit nieder.
Glut ringt in mir mit kaltem Fieberschauer.
Und Thränen kind'scher Sorgen feuchten mir
Die Furchen, alter Wunden harsche Male.
Duo.
Heinrich Whartons Freunde hatten sich so sehr auf seine Un-schuld verlassen, daß sie unfähig waren, die ganze Gefahr seinerLage einznsehe». Als jedoch der Augenblick der Gerichtssitzungherannahete, nahmen selbst die Besorgnisse des jungen Mannes zu,und nachdem er den größten Theil der Nacht mit seiner beküm-merten Familie zugebracht hatte, erwachte er am folgenden Mor-gen ans einem kurzen und unruhigen Schlummer zu einem deut-licheren Bewußtsein seiner Lage und zum Ueberblick der Mittel,welche ihm zu Gebote stehen mochten, um sein Leben zu retten.Die Hinrichtung Andres hatte wegen seines Ranges, der Wich-tigkeit der von ihm angesponnenen Ränke und der kräftigen Ver-wendung, welche zu seinen Gunsten eingelegt wurde, ein größeresAufsehen erregt, als bei ähnlichen Ereignissen des Krieges ge-wöhnlich sein mochte. Es war jedoch Dunwoodie und dem Ge-fangenen nicht unbekannt, daß häufig Spione aufgegriffen wurden,gegen welche in unzähligen Fällen ein summarisches Verfahren undschneller Vollzug der Strafe eingeleitet wurde, weßhalb Beide,solchen Vorgängen zufolge, wenig Tröstliches in den Vorbereitun-gen zum Kriegsgerichte fanden. Demungeachtet aber gelang esihnen, den ganzen Umfang ihrer Besorgnisse vor Miß Pepton undFranziska zu verbergen. In' dem Außengebäude des Maierhauses,in welchem sich der Gefangene befand, lag ein starker Posten, undmehrere Schildwachen bewachten die Zugänge zu der Wohnung.Eine weitere Wache stand vor dem Zimmer des brittischen Offiziers.
Der Spion. 25