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»Ja," sagte Jsabella, und ein zufriedenes Lächeln beleuchtetemit mildem Strahle ihre Züge, „das ist wenigstens ein Rückblick,den ich getrost mit in's Grab nehmen darf."
Sie versank seht in ein tiefes Sinnen, in welchem sie wederihr Bruder noch Franziska zu unterbrechen wagten. Nach einigenMinuten jedoch sammelte sie sich wieder und fuhr fort:
„Ach, die Selbstsucht verläßt mich nicht einmal im letztenAugenblicke. Miß Whartvn, die Liebe zu meinem Vaterlande undseiner Freiheit war meine früheste Leidenschaft und —"
Sie hielt wieder inne, und Franziska glaubte, daß jetzt in demznsammensinkenden Schauder der Kampf des Tvdes seine Rechtegeltend mache; sie kam aber wieder zu sich und fuhr fort:
„Warum sollte ich noch zögern am Rande des Grabes?Dnnwoodie war meine zweite und letzte. Aber" — sie bedecktedas Gesicht mit den Händen — „es war eine Liebe, welche keineErwiederung fand."
„Jsabella!" rief ihr Bruder aufspringend und verstört in demGemache auf und ab gehend.
„Sich', wie abhängig wir werden von der Herrschaft desirdischen Stolzes; cs ist für Georg eine schmerzliche Entdeckung,daß ein ihm thenres Geschöpf Gefühle hegt, die mächtiger sind,als Natur und Erziehung."
„Reden Sie nicht weiter," flüsterte Franziska, „Sic thnn unsBeiden wehe — sprechen Sic nicht weiter, ich flehe darum."
„Ich muß sprechen, um Dnnwoodie Gerechtigkeit widerfahrenzu lassen, und aus demselben Grunde sollst du mich anhören, lie-ber Bruder. Dnnwoodie hat mich weder durch Wort und Thatzu der Vcrmnthnng veranlaßt, daß er mir etwas anderes als einFreund zu sein wünsche, — ja und in der letzten Zeit mußte ichsogar die schmerzlich demüthigende Bemerkung machen, daß ermeiner Gegenwart answich."
„Er hat es gewagt, das zu thnn?" rief Singleton heftig.