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„Vielleicht," dachte der Parteigänger, „will er mich für den Falleiner nenen Gefangenschaft zn seinem Frennde machen. Jedenfallshat er einmal mein Leben geschont, wo es ihm ein Leichtes war,mich zn tödten, nnd bei einer andern Gelegenheit hat er cs ge-rettet. Ich will mir Mühe geben, ebenso großmüthig zu sein,als er, und Gott bitten, daß er nie meine Pflicht mit meinenGefühlen in Widerstreit gerathen lasse."
Der Rittmeister konnte ans dem Zettel nicht darüber klugwerden, ob die angedeutete Gefahr das Landhaus oder seine eigenenLeute bedrohe. Endlich neigte er sich mehr zn der letzteren An-sicht, und entschloß sich daher, in der Dunkelheit nicht ansznreiten.Die Gleichgültigkeit, mit welcher der Reiterführer der bevorstehen-nen Gefahr entgegensah, wäre wohl jedem Bewohner einer fried-lichen Gegend in einer Zeit der Rnhe nnd Ordnung unbegreiflichvorgekommen. Aber die Betrachtungen des Offiziers betrafenmehr die geeigneten Vorkehrungen, den Feind in eine Falle znlocken, als seinen Nachstellungen zn entgehen; sic wurden übrigensbald durch die Ankunft des Wundarztes unterbrochen, der vonseinem täglichen Besuche in den Locusten znrückkam. Sitgreavesbrachte dem Kapitän Lawton eine Einladung von Miß Peyton,welche ihn ersuchen ließ, diesen Abend bei Zeiten das Landhausmit seiner Gegenwart zu beehren.
„Ha!" rief der Rittmeister; „dann haben sie sicher auch einenBrief erhalten."
„Nichts scheint mir wahrscheinlicher," versetzte der Wundarzt;„es ist ein Kaplan von der königlichen Armee im Landhaus, derdie verwundeten Britten auslösen soll und einen Befehl von ObristSingleton zu ihrer Freilassung mitgebracht hat. Ein tollerer Ein-fall läßt sich übrigens nicht denken, als sie jetzt fortschaffcn znlassen."
„Ein Geistlicher, sagen Sie? — Ist er ein tüchtiger Trinker —so ein rechter Lagerfaullenzer—ein Bursche, der eine Hungersnoth