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„Er mag cm Spion sein — er mag wohl einer sein," sagteLawton nachdenkend; „aber er hat ein Herz, über den Haß erha-ben, nnd eine Seele, die einem Soldaten Ehre machen würde."
Der Wundarzt stierte bei diesem Selbstgespräche seinen Ge-fährten an, indes; die scharfen Blicke des Rittmeisters aus einerandern Felsengrnppe ruhten, die überhängend fast die Straße ver-sperrte, welche sich um ihren Fuß hernmwand.
„Was das Pferd nicht ersteigen kann, mag dem Fuße desMannes erreichbar sein," rief der vorsichtige Parteigänger.
Er schwang sich ans dem Sattel, sprang über einen Steinhaufenweg, nnd begann den Berg an einer Stelle zu besteigen, welcheihm bald eine Vogelperspektive über die fraglichen Felsen sammtallen ihren Schluchten erwarten ließ. Diese Bewegung war kaumansgesüh'rt, als Lawton die Gestalt eines Mannes erblickte, dersich bei seinem Nähcrkommen eilig weiter-schlich, nnd an derentgegengesetzten Seite des Felsenabsprunges verschwend.
„Geschwind, Sitgreaves, — geschwind," schrie der Rittmeister,indem er über jedes Hinderniß wegsehte, um den Flüchtling zuverfolgen; „bringt den Schurken um, wenn er nicht halten will."
Dem ersten Theile dieser Aufforderung wurde pünktlicheFolge geleistet, nnd in wenigen Augenblicken sah der Wundarzteinen mit einer Muskete bewaffneten Mann über den Weg eilen,der augenscheinlich den Schutz des ans der andern Seite liegendendicken Waldes anfsuchte.
„Halt, mein Freund! halt, wenn's beliebt, bis Kapitän Lawtonda ist!" rief der Chirurg, als er den Menschen mit einer Schnellig-keit dahinfliehen sah, welche seiner ganzen Reitkunst Hohn sprach.Diese Einladung schien aber dem Fußgänger neuen Schreck einzn-jagen. Er verdoppelte seine Anstrengungen, nnd hielt nicht einmalan, um zu athmen, bis er das Ziel seiner Rennbahn erreicht hatte.Nun erst drehte er sich um, feuerte seine Muskete aus den Wund-arzt ab, und war im Augenblicke verschwunden. Lawton hatte