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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Gehege verschwinden sah; ja, jetzt bin ich in der That rechtglücklich."

Er schwang sich in den Sattel, drückte seinem Pferde dieSporen in die Seite, und holte bald seine Schwadron ein, welcheauf unebenen Pfaden langsam gegen die Ufer des Hudson vor-rückte.

So peinlich auch Dnnwovdie's Gefühle bei diesem unerwartetenAnsgang der Unterredung mit seiner Geliebten sein mochten, sostanden sie doch in keinem Vergleiche mit denen, welche das zärt-liche Mädchen selbst empfand. Das scharfe Auge der Eifersuchthatte Franziska bald in Jsabella Singleton die Leidenschaft fürDnnwoodie entdecken lassen. Ihrer zarten Rückhaltnng schien esunmöglich, daß diese Liebe sich ohne Erwiederung hätte entfaltenkönnen, denn obgleich ihre warmen Gefühle, welche sie kunstlos ande» Tag legte, frühe das Auge des jungen Soldaten angezvgenhatten, so war doch Dnnwovdie's ganze männliche Freimüthigkeitund die hingebendste Huldigung nöthig, um ihre Gegenliebe zugewinnen. Sobald aber diese gewährt war, gab sich das Mädchenderselben mit der ganzen Kraft und Ausdauer ihrer Seele hin.Aber die ungewöhnlichen Begebenheiten der letzten paar Tage, dasveränderte Benehmen ihres Geliebten während dieser Ereignisse,seine Kälte gegen sie, vor Allem aber die romanhafte, fast ab-göttische Leidenschaft Jsabellens, hatten in Franziska's Seele fremd-artige Empfindungen erweckt. Mit dem Verdacht gegen die Auf-richtigkeit ihres Liebhabers stieg auch der nie fehlende Begleiteruneigennütziger Liebe auf das Mißtrauen gegen den eigenenWerth. Im Augenblicke der Aufregung schien ihr die Aufgabe,den Geliebten einer würdiger» abzntreten, leicht, aber die Phan-tasie versucht es vergeblich, das Herz zu täuschen. Dnnwoodiewar kaum verschwunden, als unserer Heldin das ganze Schmerzens-gewicht ihrer Lage auf die Seele fiel. Dem Jünglinge mochtendie wichtigen Obliegenheiten seines Kommando's einige Zerstreuung