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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Franziska hielt a», und sandte einen Blick so voll Unschuldund Innigkeit zurück, daß Dunwoodie zermalmt hätte zu ihrenFüßen sinken und um Vergebung bitten mögen; sie winkte ihmjedoch, ruhig zu sein, und begann:

So Horen Sie mich denn, Major Dunwoodie zum letztenMale. Es ist eine bittere Erfahrung, wenn wir zum ersten Malezur Erkenntnis; unserer eigenen Unwürdigkeit kommen, und dieseWahrheit habe ich leider kürzlich selbst empfinden müssen. Ichlege Ihnen nichts zu Last, und habe gegen Sie keine Beschuldi-gungen nein, nicht einmal in Gedanken. Wären auch meineAnsprüche an Ihr Herz gerecht, so wäre ich Ihrer doch nichtwürdig. Nein, Pepton, Sie sind für die Größe und den Ruhm,zu Thaten des Mnthes und der Tapferkeit bestimmt, und bedür-fen einer Seele, die der Ihrigen gleich ist, die sich über dieSchwäche ihres Geschlechtes zu erheben vermag. Ich wäre eineLast, die Sie in den Staub zöge; aber mit einem Wesen an Ih-rer Seite, welches das Gegentheil von mir wäre, könnten Siesich zu dem Gipfel menschlichen Ruhmes anfschwingen. Einemsolchen trete ich Sie, zwar mit schwerem Herzen, aber freiwilligab, und will ach, wie glühend will ich beten, daß Sie mitihm glücklich sein mögen."

Liebenswürdige Schwärmerin!" ries Dunwoodie,Sie ken-nen weder sich selbst, noch mich. Nur ein Weib, so sanft, so edelund hingebend, wie Sie, kann meine Seele erfüllen. TäuschenSie sich nickt mit träumerischen Ideen von Großmnth, die michnur elend machen könnten."

Leben Sie wohl, Major Dunwoodie," sagte das bewegteMädchen, und hielt einen Augenblick inne, um Athem zu gewin-nen.Gedenken Sie der Ansprüche, welche das verblutende Va-terland an Sie hat, und seien Sie glücklich."

Glücklich!" wiederholte der junge Krieger mit Bitterkeit, alser ihre leichte Gestalt durch das Hofgitter gleiten und hinter demDer Spion. ^0