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Der dienstthnende Offizier hatte einigen Soldaten befohlen, denSchild am Hotel Flanagan herabznnehmen, nnd den Pfosten fürdie Hinrichtung des Spions bereit zu halten.
Dnnwoodie hatte inzwischen von der durch Lawton an denSchindern geübten Züchtigung Nachricht erhalten, nnd da er seinZusammentreffen mit Birch geheim halten wollte, so machte erseinen Offizieren glauben, er hätte die Muskete, welche wahrschein-lich von einem der Gauner verloren worden sei, selbst abgeschoffen.Als man ihn jedoch daran erinnerte, daß cs wohl geeignet seinwerde, den Krämer noch vor dem Abmärsche aufknüpfen zu lassen,kam ihm Alles, was er gesehen hatte, wie ein Traum vor, under folgte, von einigen seiner Offiziere begleitet, dem WachtmeisterHollister zu dem Orte, wo man den Hansirer aufbewahrt glaubte.
„Nun, Bursche!" sagte der Major zu der Schildwache an derThüre, „ich hoffe, du hast deinen Gefangenen noch in sichererVerwahrung."
„Er schläft noch," erwicdcrte der Soldat, „und macht dabeieinen Lärm, daß ich kaum den Ruf der Allarmhörner davor hö-ren konnte."
„Macht die Thüre ans und bringt ihn heraus."
Dem Befehl wurde Folge geleistet; als aber der ehrliche Ve-teran in das Gefängnis; trat, fand er zu seiner äußersten Be-stürzung das Gemach in keiner geringen Unordnung. Statt desKrämers war nur noch sein Rock vorhanden, und ein Theil vonBetty's Garderobe war in wilder Verwirrung ans dem Bodenzerstreut. Die Waschfrau selbst lag in völliger Bewußtlosigkeitauf dem Bette, und hatte dieselben Kleider an, in welchen mansie das letzte Mal gesehen hatte, — eine kleine schwarze Mützeausgenommen, welche sie beständig zu tragen pflegte, so daß imAllgemeinen angenommen wurde, sie verrichte den Dienst einerTag- und einer Nachthaube. Das Geräusch der Eintretenden unddie Ausrufe des Staunens weckten das Weib.