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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Dieser plötzliche Witterungswechsel und vielleicht auch derZustand meines Bruders haben mich in eine melancholische Stim-mnng versetzt, Mis; Wharton," sagte Jsabella mit leiser, beben-der Stimme.

Ich denke, Sie haben wenig für Ihren Brnder zn besorgen,"sagte Franziska in derselben verlegenen Weise.Wenn Sie ihnaber gesehen hätten, als Major Dnnwoodie ihn herbrachte"

Franziska hielt mit einem Gefühl von Scham inne, über dassie sich keine Rechenschaft gebe» konnte, und als sie ihre Angenerhob, sah sie, wie Jsabella ihr Gesicht mit einem Ernste betrachtete,welcher ihr das Blut wieder stürmisch nach de» Schläfen trieb.

Sie haben von Major Dnnwoodie gesprochen" sagte Jsa-bella mit schwacher Stimme.

Ja; er brachte den Kapitän Singlcton in's Hans."

Kennen Sic Dnnwoodie? Haben Sic ihn oft gesehen?"

Franziska wagte es noch einmal, ihrem Gaste in's Antlitz znsehen; sie begegnete aber wieder den durchbohrenden Blicken Jsa-bellens, welche das Innerste ihrer Seele dnrchdringen zn wollenschienen.

Sprechen Sie, Mis; Wharton, ist Ihnen Major Dnnwoodiebekannt?"

Er ist ein Verwandter von mir," sagte Franziska, durch dieseltsame Weise ihrer Gefährtin beängstigt.

Ein Verwandter?" wiederholte Mis; Singlcton;in welchemGrade? Sprechen Sie, Miß^Wharton, bei Allem, wasIhnen heilig, sprechen Sie."

.Unsere Eltern waren Geschwisterkinder," erwiederte Fran-ziska leise.

Und er soll Ihr Gatte werden?" fuhr die Fremde mit Un-gestüm fort.

Franziska fühlte sich gekränkt, und ihr ganzer Stolz erwachtebei diesem unverhüllten Angriff auf ihre Gefühle. Sie lies; ihre