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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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In der Thal, ich kann mir leicht vorstellen, wie wehe esEuch thnn muß, es mit einem so eigensinnigen Menschen zn thunzn haben," crwiedertc der Wnndarzt mit einem vorwnrssvollenBlick ans seinen Kameraden;aber Ihr solltet Ench über solcheMeinnngen erheben, nnd die Unwissenheit, deren Kinder sie sind,mir bemitleiden."

Die Hanshälterin zögerte einen Angenblick, da ihr die Bcden-tnng der Worte des Chirnrgen nicht ganz klar war. Sie fühltejedoch, daß er ihr etwas Höfliches nnd Freundliches gesagt hatte,und erwiederte, indem sie den natürlichen Fluß ihrer Zunge einwenig anhielt:

Ich sagte Harvey oft, sein Benehmen sei verwerflich, underst in der letzten Nacht bewährte sich meine Behauptung vollstän-dig. Zwar sind die Meinnngen solcher Ungläubigen nicht vonbesonderer Bedeutung; aber doch ist es schrecklich, wie er sich zu-weilen beträgt. Wenn ich nur daran denke, wie er mir dieNadel wegwarf"

Was?" unterbrach sie der Wnndarzt,gibt er sich das An-sehen, als ob er den Gebrauch der Nadel verachte? Aber es istja täglich mein Geschick, ans Leute zn treffen, welche ebenso ver-kehrt sind, nnd eine noch strafwürdigere Verachtung gegen dieKenntnisse an den Tag legen, die ans dem Lichte der Wissenschaftfließen."

Während der Doktor so sprach, wandte er das Gesicht gegenLawton; da er aber ans denselben hinnnterblicken mußte, so blie-ben seine Angen nicht lange ans den abgemessenen, ernsten Zügendes Reiters haften. Katy hörte mit bewundernder Aufmerksamkeitzu, nnd fügte, als der Andere seine Standrede geschlossen hatte, bei:

Dann glaubt Harvey auch nicht an Ebbe nnd Flut."

Wie? nicht an Ebbe nnd Flut?" wiederholte der Aesknlapverwundert.Trant er denn seinen Sinnen nicht? Aber vielleichtbezweifelt er nur den Einfluß des Mondes auf dieselben."