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Sie wurde durch den Arzt unterbrochen, welcher Herbeikumund sich mit großem Antheil nach der Natur seiner Krankheit er-kundigte. Nach einem Blick auf die Gestalt des neuen Bekann-ten ordnete Katy instinktartig ihren Anzug und erwiederte:
„Die Drangsale der Zeit und der Verlust seines Vermögenshaben ihn auf's Krankenlager geworfen. Er nahm von Tag zuTag mehr ab, und alle meine Bemühungen und Aengsten warenumsonst; denn Harvey ist jetzt nickt mehr als ein Bettler, undwer wird mick nun für alle meine Dienstleistungen bezahlen?"
„Gott wird Euch fnr alles Gute, was Ihr an ihm gethanhabt, belohnen;" sagte Miß Peyton mit Milde.
„Ja," fiel die Jungfrau hastig und mit einer Miene frommerErgebung ein, die aber schnell dem bezeichnenden Ausdruck einermehr weltlichen Sorge Platz machte; „aber dann' habe ich auchmeinen Lohn von drei Jahren her in Harvey's Händen gelassen,und wie soll ick nn» wieder zu dem gelangen? Meine Brudersagten mir zwar oft, ich solle mein Geld verlangen; aber ich dackteimmer, Rechnungen zwischen Verwandten seien bald abgemacht."
„Seid Ihr denn mit Birch verwandt?" bemerkte Miß Peyton,als jene inne hielt.
„Ach," erwiederte die Haushälterin- nach einem kleinen Zögern,„cs war nach meiner Meinung fast ebenso. Es soll mich Wundernehmen, wenn ich nicht das Hans und den Garten ansprechcnkan», obgleich man jetzt sagt, es werde ohne Zweifel, da es nunHarvey gehört, mit Beschlag belegt werden." Sie wandte sichnnn an Lawton, welcher schweigend dasaß und seine durchbohren-den Blicke unter den dichten Angbranen hervor auf ihr haftenließ. „Vielleicht weiß mir dieser Herr Auskunft zu geben — er-scheint Antheil an meiner Geschichte zu nehmen."
„Madame," sagte der Reiter mit einer tiefen Verbeugung;„Ihr und Eure Erzählung, Beides ist außerordentlich anziehend" —Katy lächelte unwillkürlich — „aber meine geringen Kenntnisse