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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
160
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folgung auf dem Fuße uachgcschritten. Harvey trat an s Bett,beugte sieb über dasselbe und flüsterte mit einer vom Sturm derGefühle fast erstickten Stimme in das Ohr des Kranken:

Vater, kennt Ihr mich?"

Der Vater schloß die Angen anf, und ein freudiges Lächelnflog über seine bleichen Züge, welches de» leichenhafteu Ausdruckderselbe», so bald es verschwunden war, nur noch ergreifenderhervorhob. Der Krämer beuchte die trockenen Lippen des Krankenmit einem Stärkungsmittel, welches er mitgebracht hatte, und anfeinige Minuten schienen sich die Kräfte des Leidenden wieder neuzu beleben. Er fing an zu reden, aber nur langsam und mitAnstrengung. Katy wurde durch die Neugierde zum Schweigengebräche; auf Cäsar übte das Entsetzen de» gleichen Eindruck, undHarvey schien mit verhaltenem Athene den Worten des scheiden-den Geistes zu lausche».

Mein Sohn," sagte der Vater mit hohler Stimme;Gottist eben so gnädig als gerecht! Wenn.ich den Kelch des Heils inmeiner Jugend von meinen Lippen stieß, so reicht er ihn nur gnä-dig in meinem Alter. Er hat mich gezüchtigt, um mich zu reini-ge», und ich gehe seht hi», um mich mit unser» HingeschiedenenLieben zu vereinigen. Uebcr ein Kleines, mein Kind, wirst duallein stehen. Ich kenne dich zu gut, um nicht voraus zu sehen,daß dli einsam durelss Leben pilgern wirst. Das gebrochene Rohrmag wohl grüne», aber es wird sich nicht wieder anfrichteu. Duträgst etwas in dir, Harvey, was dich anf den rechten Weg führenwird. Fahre fort, wie du angefangen; denn die Pflichten desLebens dürfen nicht vernachlässigt werden und"

Ein Geräusch in dem anliegenden Zimmer unterbrach den ster-benden Mann, und der ungeduldige Krämer eilte hinaus, um »achder Ursache desselben zu sehen, wobei ihm Katy und Cäsar folgten.Der erste Blick auf eine in der Thüre stehende Gestalt verkündigtedem Krämer nur zu gut den Grund der Störung und das Schicksal,