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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Ach, Cäsar, mir -er ist gut, wer gut handelt. Könnt Ihrmir sagen, warum man ehrlich erworbenes Gold in dem Schoostder Erde verbergen sollte?"

Ei, ich denken, eS muß sein, zu halten Schinder ab, es znfinden. Wenn er wissen, wo liegt, warum eres nicht ansgraben?"

Es möge» Gründe vorhanden sein, welche Ihr nicht einseht,"sagte Katy, und rückte den Stuhl so, daß ihre Kleider den Zan-berstcin, unter welchem die Schätze des Hauslrers verborgen lagen,bedeckten; dabei war es ihr aber doch unmöglich, sich des Spre-chens über etwas zn enthalten, was sie mir sehr »ngerne entdeckthaben würde;aber eine rauhe Außenseite birgt oft eine» ange-nehmen Kern." Cäsar stierte in dem Gebäude umher, denn erfühlte sich außer Stande, die Bedeutung der Worte seiner Gefähr-tin zn ergründe», als seine rollenden Auge» auf einmal bewe-gungslos wurden und seine Zähne vor Furcht erklappcrten. Kat»bemerkte sogleich die Veränderung in dem Gesichte des Schwar-zen, und als sie sich »mwandte, sah sie den Krämer selbst in derThüre des Zimmers stehen.

Ist er noch am Leben?" fragte Birch zitternd und augen-scheinlich über die Antwort auf seine Frage besorgt.

Gewiß," sagte Katy, indem sie hastig anfstand und ihm dienst-fertig ihren Stuhl anbot.Er must leben bis zmn Morgen, oderdoch bis die Flut vorüber ist."

Ohne sich um etwas weiteres, als den Umstand, daß sein Vaternoch am Leben sei, zn bekümmern, trat der Hausirer leise in dasZimmer des Sterbenden. Das Band, welches Vater und Sohnznsaimnenknüpftc, war nicht von gewöhnlicher Art. Sic warensich gegenseitig ihr Alles auf der ganzen weiten Welt. Wenn Katyeinige Zeilen weiter gelesen hätte, so würde sie die traurige Ge-schichte ihrer Mißgeschicke gefunden haben. Sie hatten mit einemSchlage Wohlstand und Familie verloren, und von diesem Tagean, bis zur gegenwärtigen Stunde, war ihnen Ungemach und Ver-