Verrichtung wenig, und der Rittmeister war bereits mit dem Voll-zug einer so wichtigen Obliegenheit glücklich zu Ende gekommen,als der Wundarzt znrückkehrte, um ihm anznzeigen, daß in einemober» Zimmer Alles zu seiner Bcanemlichkeit bereit sei.
„Was! Sie essen?" rief der erstaunte Arzt; „Kapital! Lawton,wollen Sie sterben?"
„Ich habe kein besonderes Verlangen darnach," sagte der Dra-gonerführer, indem er anfstand und den Damen seine Abschieds-verbengnng machte, „und deßhalb habe ich mich zu Fristnng mei-nes Lebens mit dem nöthigcn Material versehen."
Der Wundarzt brummte mißbilligend und verließ hinter demRittmeister und Mason das Zimmer.
Jedes Hans in Amerika hatte damals ein Gemach, welchesman vorzugsweise das beste nannte, und dieses war, nicht ohneden unsichtbaren Einfluß Sara's, dein Obristen Wellmere znge-fallen. Eine Daunendecke, wie sie in einer Hellen, kalten Nachtso besonders wohlthätig auf zerschlagene Glieder wirkt, bedecktedas Bett des englischen Offiziers. Eine schwere, silberne Kanne,mit dem reichen Basrelief des Wharton'schen Wappen, enthieltdas Getränk, welches er die Nacht über nehmen sollte, indeß beiden beiden amerikanischen Rittmeistern hübsche Porzellängefäßediesen Dienst versehen mußten. Sara war sich wohl selbst nichteinmal des stummen Vorzugs, welchen sie in dieser Weise gegenden englischen Offizier an den Tag gelegt hatte, bewußt, und fürden Kapitän Lawton mochten, abgesehen von seinen Verleitungen,Bett, Kanne und alles, das Getränk ausgenommen, sehr gleich-gültige Dinge sein, da er wohl die Hälfte seiner Nächte in denKleidern, und nicht wenige davon im Sattel zngebracht hatte.Nachdem er von seinem kleinen, aber sehr bequemen Zimmer Be-sitz genommen hatte, begann Doktor Sitgreaves den Stand seinerBeschädigungen zu untersuchen. Dieser wollte eben mit der Hand überden Körper seines Patienten fahren, als Lawton ungeduldig ansrief: