Druckschrift 
6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
143
Einzelbild herunterladen
 

1-L3

als plötzlich Kapitän Lawtons Stimme wieder in seinem Ohr klang,der seinen Lcntcn zurief, Platz zu macken. Der Befehl wurde be-folgt; der furchtlose Reiter sprengte in vollem Galop gegen dieMauer, drückte seinem Pferde die Sporen in die Seite, und flogwohlbehalten über das Hindernis; weg. Das trinmphirende Hurrahder Leute und der donnernde Huffchlag des Pferdes verkündigtendem Hausirer die ganze Größe der Gefahr. Er war beinahe er-schöpft, und fein Geschick schien nicht länger zweifelhaft.

Halt, oder stirb!" klang es in furchtbarer Nähe über ihm.

Harvcy warf einen hastigen Blick rückwärts und sah, einenSprung hinter sich, den Manu, welchen er am meisten fürchtete. ImLichte der Sterne erblickte er den aufgehobenen Arm und den dro-henden Säbel. Furcht, Erschöpfung und Verzweiflung bemächtigtensich seiner, und das gejagte Opfer fiel vvr dem Dragoner nieder.Lawtons Pferd strauchelte über den auf der Erde liegenden Krämer,und Beide, Roß »nd Reiter, stürzten mit Macht zu Bode».

Mit Gedankenschnelle war Birch wieder ans seinen Füßen, undergriff den Säbel des gefallenen Dragoners. Rache ist nur zu süßfür die Leidenschaft des Menschen. Es gibt wenige, die nie dieverführerische Lust gefühlt haben, erhaltene Kränkungen auf dasHaupt des Urhebers znrückfallen zu lasse»; und doch wissen auchManche, wie viel süßer cs ist, Böses mit Gutem zu vergelten.

Alles Schlimme, was der Krämer erduldet hatte, blitzte ihmjetzt durch die Seele. Eine» Augenblick gewann fein böser Dä-mon die Oberhand, und Birch holte mit der gewaltigen Waffeaus, aber im nächsten fiel sie auch unschädlich an der Seite deswieder anflebenden, aber hilflosen Reiters nieder, und der Krä-mer verschwand hinter dem schützenden Felsen.

Helft dort dem Kapitän Lawtou!" schrie Mason, der miteinem Dutzend seiner Leute heranritt.Einige von euch könnenmit mir absteige» und diese Felsen durchsuchen. Der Schurke hatsich hier versteckt."