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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Sie sprechen von ihm, als ob er Ihre Geliebte wäre, Ma-jor Dnnwvodie," bemerkte die Jniigfrau lächelnd, indem sie einenBlick ans ihre Nichte warf, welche blaß in einer Ecke des Zim-mers saß nnd znhorchte.

Ich liebe ihn nicht weniger," rief der aufgeregte junge Mann;aber er braucht Pflege und Wartung, denn Alles hängt jetzt vonder Sorgfalt ab, die man auf ihn verwendet."

Verlassen Sie sich auf mich, Sir; cs soll ihm unter diesemDache an Nichts gebrechen."

Verzeihen Sic, thcnerstc Dame; Sie sind das Wohlwollenselbst; aber Singleton bedarf einer Aufmerksamkeit, welche denmeisten Männern lästig fallen könnte. In solchen Augenblickennnd in einem Zustand, wie der seinigc, vermißt der Soldat diezarte Sorge der Frauen am meisten "

Als er dieses sagte, richtete sich sein Auge mit einem Aus-druck ans Franziska, der wieder zu dem Herzen seiner Geliebtendrang. Sie erhob sich mit glühenden Wangen von ihrem Sitzeund sprach:

Alle Aufmerksamkeit, welche schicklicher Weise ans einen Frem-den verwendet werden kann, soll Ihrem Freunde mit Freuden zuTheil werden."

Ach!" rief der Major kopfschüttelnd,das kalte Wort Schick-lichkeit wird ihn tvdte». Er muß mit Liebe gehegt nnd gepflegtwerden."

Das sind Dienste für eine Schwester oder Gattin."

Eine Schwester?" wiederholte der Krieger, nnd das Blutströmte ihm ungestüm zu den Wangen;eine Schwester? er hateine Schwester, welche morgen bei Zeiten hier sein kann." Erhielt lnne »nd sann eine Weile schweigend nach. Dann warf ereinen unruhigen Blick ans Franziska nnd flüsterte vor sich hin:Singleton bedarf ihrer, nnd so muß es geschehen."

Die Damen hatten den wechselnden Ausdruck seiner Züge mit