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leiser Grimme, indem er die Schristzüge untersuchte. „Gibt esnoch unentdeckteu Verrath nnter nns? Washingtons Vertrauenist mißbrancht worden, denn der erdichtete Name nnd der Paßselbst sind von verschiedener Hand geschrieben. Kapitän Whar-ton, meine Pflicht gestattet es mir nicht, Sie auf Ehrenwort freizu lassen. Sie muffen mich nach den Hochlanden begleiten."
„Ich erwartete nichts Anderes, Major Dnnwoodie."
Dunwoodie wandte sich langsam zu den Schwestern, und Fran-ziska'» Gestalt hielt ans's Nene seinen Blick gefesselt. Sie hattesich von ihrem Sih erhoben, und stand wieder mit gefalteten Hän-de» nnd bittender Stellung vor ihm. Da er sich unfähig suhlte,seine Gefühle länger zu bemeistern, bediente er sich schnell einesVorwandes für eine vorübergehende Entfernung und verließ dasZimmer. Franziska folgte ihm, nnd, gehorsam dem Winke ihresAuges, trat der Krieger wieder in das Zimmer, in welchem sieihre erste Besprechung gehalten hatten.
„Major Dnnwoodie," sagte Franziska in kaum hörbarerStimme, als sie ihm zu sitzen winkte; die Leichcubläffe ihrer Wan-gen war dem lebhaftesten Scharlach gewichen, welcher nach undnach ihr ganzes Antlitz überflog; — sie kämpfte einen Augenblickmir sich selber nnd fuhr dann fort: „ich habe Ihnen bereits zu-gcstanden, daß icü Sie schätze, und ich will dieses selbst jetzt, .woSie mich auf's schmerzlichste betrüben, nicht verhehlen. GlaubenSic mir, mein Bruder hat sich keines weiteren Vergehens, alsder Unklugheit schuldig gemacht. Unser Vaterland kann keinenNichtswürdigen erzeugen." Sie hielt wieder eine Weile inne,wobei ihr fast der Athem verging; sic erblaßte, ward wieder rothnnd fügte endlich mit hastiger, schwacher Stimme bei: „Ich habeversprochen, Dnnwoodie, Ihr Weib zu werden, sobald der Friedenim Vaterlande wieder hergestellt sein wird. Lassen Sie meinenBruder auf sei» Ehrenwort frei, nnd ich will heute noch mitIhnen an den Altar treten, Sie in s Lager begleiten, und als