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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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bei der Hand waren, und im Drange des Augenblicks benütztwnrdcn?"

Nein," sagte Wharton mit Würde;ich habe in diesen Klei-dern die Stadc verlassen. Ich habe sie mir zn dem Zweck, fiirwelchen sie verwendet wnrde», beischaffen lassen, nnd beabsichtigte,mich ihrer heute bei meiner Rückkehr wieder z» bedienen."

Die erblassende Franziska eilte erschreckt von ihrem Brudernnd ihrem Geliebten weg, zwischen welche die Glnt ihrer Ge-fühle sie geführt halte, als die schreckliche Wahrheit in ihrer Seeleansdämmerte, »nd sank ans einen Stnhl, von dem ans sie diejnngen Männer mit wirren Blicken betrachtete.

Aber die Vorposten die Truppen in den Ebenen?" fügteDnnwoodie bei, indem er sich erbleichend abwcndete.

Auch an ihnen kam ich in meiner Verkleidung vorbei. Ichbediente mich dabei dieses Passes, welchen ich kaufte, nnd der, daer Washingtons Namen trägt, vermnthlich ein nachgemachter ist."

Dnnwoodie nahm ihm rasch das Papier ans der Hand nnd be-trachtete eine Weile schweigend die Unterschrift. Da gewannendlich allmählig der Soldat über den Menschen die Oberhand,nnd mit einem forschenden Blick ans den Gefangenen stellte erdie Frage:

Kapitän Wharton, woher haben Sie dieses Papier?"

Das ist eine Frage, welche, wie ich glaube, Major Dnnwoodiekein Recht zn stellen hat."

Verzeihung, mein Herr! meine Gefühle haben mich zu einerUnziemlichkeit verleitet."

Herr Wharton, welcher mit dem lebhaftesten Antheil znhörte,hatte seine Gefühle so weit bekämpft, daß er einznwenden ver-mochte:Gewiß, Major Dnnwoodie, das Papier kann von keinemBelang sein. Solcher Kunstgriffe bedient man sich täglich imKriege."

Dieser Name ist nicht nachgemacht," sagte der Dragoner mit