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„Franziska!" rief der junge Mann im schmerzlichsten Seelen-kampfe — „was kann ich thnn?"
„Was Sie thnn können?" entgegncte sie mit einem wildenBlick ans ihn; „könnte der Major Dunwoodie seinen Freund —den Bruder seiner Verlobten, in die Hände des Feindes liefern?"
„O, sprechen Sie nicht so unfreundlich mit mir, theuerstcMiß Wharton — meine liebe Franziska! Ich würde jeden Augen-blick für Sie — für Heinrich — in den Tod gehen; — aber ichdarf meine Pflicht nicht vergessen — kann meine Ehre nicht indie Schanze schlagen. Sie selbst würden die Erste sein, welchemich um einer solchen Handlung willen verachtete."
„Peyton Dunwoodie!" sagte die todtenbleiche Franziska mitfeierlichem Ernste, „Sie haben mir gesagt — Sie haben mir ge-schworen, daß Sie mich liebten —"
„Ich thne es noch," unterbrach sie der Krieger mit Warme;— sie aber winkte ihm, zu schweigen, und fuhr mit einer vonFurcht bebenden Stimme fort:
„Glauben Sie, ich könne mich in die Arme eines Manneswerfen, dessen Hände von dem Blute meines einzigen Bindersbefleckt sind?"
„Franziska, Ihre Worte schneiden mir tief in's Herz —" Dnn-woodie hielt einen Augenblick inne, um seine Gefühle zu bekämpfen,und fuhr mit einem erzwungenen Lächeln fort: „aber wir gnäle»uns im Grunde vielleicht mit nnnöthigen Besorgnissen, und Hein-rich ist wohl, je nach dem Erfnnd der Umstände, nur als einKriegsgefangener zu betrachten, in welchem Falle ich ihn auf seinEhrenwort frei geben kann."
Es gibt kein täuschenderes Gefühl als die Hoffnung, und esscheint das glückliche Vorrecht der Jugend zu sein, alle Freuden,welche sich von ihr ansbentcn lassen, zu kosten. Ein offenes Herzist am wenigsten geneigt, Anderen zu mißtrauen, und wir nehmen
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