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des Tages nach die Unruhe der Nacht Ihr Bild auch nur einenAugenblick zu verbannen im Stande war."
„Theurer Dnnwoodie," sagte Franziska, und hielt ihm, fast zuThranen bewegt, ihre Hand entgegen, indes; die Rothe ihrer Wan-gen allmählig wieder znrückkehrte, „Sie kennen meine Gefühle.Ist dieser Krieg zu Ende, so möge» Sie meine Hand für immerhinnehmen! aber ich kan» nie einwilligen, mich durch ein engeresBand, als das, welches schon zwischen uns besteht, an Sie zuknüpfen, so lange Sie meinem einzigen Bruder in den Waffengegenüber stehen. Ja, in dem gegenwärtigen Augenblick erwartetdieser Bruder Ihren Ausspruch, ob er zur Freiheit znrückkchren,oder einem wahrscheinlichen Tode entgegen gehen soll."
„Ihr Bruder?" rief Dnnwoodie und fuhr todtcnblaß zurück;
— „Ihr Bruder?" Erklären Sie sich deutlicher — welcher fürch-terliche Sinn liegt in Ihren Worten verborgen?"
„Hat Ihnen Kapitän Lawtvn nicht mitgetheilt, das; er selbstheute Morgen Heinrich in Verhaft genommen hat?" fuhr Fran-ziska mit kaum hörbarer Stimme fort, wobei sie ihrem Geliebtenmit einem Blicke der tiefsten Bekümmerniß iu's Auge sah.
„Er sagte mir, er habe einen verkleidete» Kapitän des sech-zigsten Regiments angehalten, ohne mir jedoch seine» Namen oderden Ort, wo die Verhaftung vorficl, zu nennen," entgegnete derMajor in dem gleichen Tone, und suchte, den Kops auf seineHände stützend, den Sturm der Gefühle in seinem Innern vorseiner Gefährtin zu verbergen.
„Dnnwoodie! Dnnwoodie!" rief Franziska, indem alle ihrefrühere Zuversicht sich in den schreckhaftesten Besorgniffeü verlor,„Was bedeutet diese Unruhe?" Als der Major langsam das Ge-sicht, welches de» Ausdruck der tiefsten Bekümmernis; zeigte, wiedererhob, fuhr sie fort: „Gewiß, Gewiß — Sie können Ihren Freund
— meinen Bruder — Ihren Bruder — nicht einem schmählichenTode preisgeben."