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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Franziska hatte die Stadt sehr jung verlassen, und war da-durch verhindert worden, im Einklang mit der Gewohnheit desTages ihre angeborenen Reize auf dem Altar der Mode zum Opferzu bringen. Ihr reiches, goldenes Haar fiel ungezwungen in dennatürlichen Locken der Kindheit über ihre Schultern, und be-schattete ein Gesicht, auf welchem der vereinte Zauber der Ge-sundheit, Jugend und Natur blühte; ihr Auge war sprechend,wenn auch ihre Zunge schwieg; ihre zierlichen, kleinen Händewaren in einander verschlungen und gaben, da sie die untereFläche derselben mit dem Ausdrucke der Erwartung nach vornkehrte, ihrer Erscheinung eine Lieblichkeit und ein Interesse, dieihren Liebhaber einen Augenblick in stummer, schweigender Be-wunderung au die Stelle fesselten.

Franziska führte ihn schweigend in ein unbesetztes Zimmer,dem gegenüber, in welchem die Familie versammelt war, legtedann unbefangen ihre beiden Hände in die des Kriegers, und rief:

Ach, Dunwoodie, wie glücklich macht es mich, in mehrfachemBetracht, Sie hier zu sehen. Ich habe sie hieher geführt, umSie auf das Wiedersehen eines unerwarteten Freundes, den Siein jenem Zimmer treffen werden, vorzubereitcu."

Welchem Grunde ich es immer zu danken haben mag," ent-geguete der Jüngling, indem er ihre Hände an seine Lippen drückte,ich fühle mich nicht weniger glücklich, Sie allein zu scheu. Fran-ziska, die Prüfung, welche Sie mir auferlegt haben, ist grau-sam, Krieg und Entfernung können uns vielleicht bald auf immerscheiden."

Wir müssen uns der Gewalt der Nothwendigkeit fügen. Aberes ist jetzt nicht der Augenblick für eine solche Sprache. Ich habeIhnen andere und wichtigere Dinge mitzutheilen."

Was kann von größerer Wichtigkeit sein, als Sie durch einunauflösliches Baud an mich zu ketten? Franziska, Sie sind kaltgegen mich gegen mich, aus dessen Seele weder der DienstDer Spion. 0