wickelt dachte, konnte in ihr mir Geringschätzung erwecken. MistPeyton blickte ans das Schauspiel mit stolzer Freude, die in derBetrachtung ihren Grund hatte, daß die ini Hofranme sich tum-melnden Braven z» den Kerntrnppen ihres heimathlichen Bodensgehörten, während Franziska mit so nngetheiltem Interesse zusah,daß ihr für keinen andern Gedanken Raum blieb.
Die beiden Hansen hatten sich »och nicht vereinigt, als ihrrasches Auge bereits einen einzelnen Reiter ans der ihn umgeben-den Mannschaft heransgefnnden hatte. Es kam ihr vor, als obselbst das Roß dieses jugendlichen Kriegers sich bewußt sei, daßes die Last keines gewöhnlichen Mannes trage; denn seine Hufeberührten die Erde nur leicht, und sein luftiger Tritt war dergezügelte Gang des kampsbegierigcn Vollbluts.
Der Dragoner saß mit einer Festigkeit und Leichtigkeit imSatrel, welches bewies, wie sehr er sich selbst und das Roß in seinerMacht habe, und seine hohe, volle und sehnigte Gestalt vereinigtein sich das schönste Ebenmaaß der Behendigkeit und Kraft. Andiesen Offizier erstattete Lawton seinen Bericht, worauf sie Beide,Seite an Seite über das Feld dem Landhause znritten.
Franzisksss Herz klopfte in heftigen Schlägen, als der Be-fehlshaber des Geschwaders einen Augenblick anhielt, und das Ge-bäude mit einem Auge betrachtete, dessen dunkles Feuer selbst inder Entfernung sichtbar war. Ihre Farbe wechselte, und als sichder junge Mann ans dem Sattel schwang, sah sie sich einen Au-genblick genöthigt, wegen des Bebens ihrer Glieder znm Sesselihre Zuflucht zu nehmen.
Der Offizier gab dem Rittmeister rasch einige Befehle, eiltein den Hofranm, und näherte sich dem Landhansc. Franziska er-hob sich von ihrem Stuhle, und verschwand ans dem Zimmer.Der Dragoner stieg die Treppen der Halle hinauf, und war kaumbei der äußeren Thüre angelangt, als sie sich zu seinem Einlaffeöffnete.