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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Kapitän Wharton, ich bedanre Sic von ganzem Herzen!"

O, dann," rief der Vater in äußerster Seelenangst,wennSie ihn bedauern, warum ihn in Ungelegenheit bringen? Erist kein Spion, nnd nichts als der Wunsch, seine Freunde wiedereinmal zu sehen, veranlaßte ihn, sich in seiner Verkleidung soweit von der regulären Armee zu entfernen. Lassen Sie ihn uns,nnd cs gibt keine Belohnung, keine Summe, die ich nicht mitFreuden zahlen will."

Herr, Ihre Angst für Ihren Freund entschuldigt dieseSprache," sagte Lawton stolz;aber Sie vergessen, daß ich einVirginier und ein Mann von Ehre bin." Gegen den jungenMann gekehrt, fuhr er fort:Wußten Sie nicht, Kapitän Whar-tvn, daß unsere Vorposten bereits seit mehreren Tagen weiterunten stehen ?"

Ich wußte es nicht, bis ich auf sie traf, nnd dann war eszu spät znm Rückzug," sagte Wharton düster.Ich kam, wiemein Vater bereits bemerkte, heraus, um meine Verwandte znbesuchen, da ich erfahren hatte, Ihre Truppen seien zn Peekshillund in der Nähe des Hochlandes, sonst hätte ich gewiß das Wa-gestück nicht unternommen."

Alles Dieses mag ganz richtig sein; aber die Geschichte mitAndre hat uns gelehrt, auf der Hut zn sein. Wenn Verräthereibis zu dem Grade der Stabsoffiziere reicht, Kapitän Wharton,so ziemt es den Freunden der Freiheit, ihre Vorsicht nicht schlum-mern zn lassen."

Heinrich verbeugte sich bei dieser Bemerkung in zurückhalten-dem Schweigen, aber Sara wagte es, noch Etwas zn Gunsten ihresBruders hcrvvrzubringen. Der Dragoner horte ihr mit höflicherBeachtung nnd augenscheinlichem Mitleiden zu; um sich jedoch derVerlegenheit fruchtloser Gesuche zn entziehen, antwortete er sanft:

Ich bin nicht der Befehlshaber der Mannschaft, Madame.Major Dnnwoodie wird entscheiden, was mit Ihrem Bruder