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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
64
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Dieser Harvey Birch mit seinem erfahrenen Auge und seinenbedeutungsvollen Winken macht mich besorgter, als ich mir selbstgestehen mag," sagte Kapitän Wharton, indem er sich der Gedan-ken zu entschlagen suchte, an denen die Betrachtung seiner ge-fährlichen Lage keinen geringen Antheil nahm.

Wie wird cs ihm doch nur möglich, in so schwierigen Zeitenohne Beschäftigung im Lande auf und ab zu reisen?" fragte MißPepton.

Warum ihn die Rebellen so leicht dnrchschlüpfcn lassen, istmehr als ich beantworten kann," sagte der Kapitän nachdenkend:aber Sir Henry wurde nicht zngebcn, daß ihm auch nur einHaar seines Hauptes gekrümmt würde."

Wirklich?" rief Franziska lebhaft.Kennt ihn denn SirHenry Clinton?"

Wenigstens scheint es so."

Glaubst du, mein Sohn," fragte Herr Wharton,man habevon seiner Seite keinen Verrath zu befürchten?"

Ach nein; ich habe das überlegt, ehe ich mich ihm an-vertraute," cntgegnete der Kapitän gedankenvoll.Er scheint inGeschäftssachen sehr zuverlässig zu sein. Auch wird ihn wohl dieGefahr für seinen Hals, wenn er in die Stadt znrnckkehrt, voneiner solchen schurkischen Handlung znrückhalten."

Ich glaube," sagte Franziska, in die zuversichtliche Weiseihres Bruders eingehend,Harvey Birch ist nicht ohne edle Ge-fühle; wenigstens hat es bisweilen das Ansehen."

O!" rief die Schwester freudig,er ist ein loyaler Unter-than, und das ist meinen Angen die erste aller Tugenden."

Ich fürchte," sagte ihr Bruder lachend,daß bei ihm dieLiebe znin Gelde die Liebe zu seinem Könige überwiegt."

Dann," entgegnete der Vater,bist du nicht sicher, so langer dich in seiner Macht hat, denn keine Liebe wird der Lockungdes Geldes widerstehen, wenn die Habsucht mit in's Spiel kömmt."