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Tages ein paar Mal seine Zweifel über den Charakter des nnbe-kannten Gastes laut werden lassen, und die Vermnthnng geäußert^daß durch sein Mitwissen doch wohl eine Entdeckung seines Sohnesherbeigefiihrt werden könnte) aber dieser Gedanke wurde von allenseinen Kindern ernstlich znrückgewiesen, und selbst Sara vereinigtesich mit Bruder und Schwester, um der Biederkeit, welche sichin der ganzen äußern Erscheinung des Reisenden anssprach, dasWort zu reden.
„Die Außenseite ist oft trügerisch, meine Kinder," entgcgncteder verzagte Vater. „Wenn Leute, wie Major Andre, sich znmBetrüge brauchen lassen, so wäre es thöricht, in unserem Falleans das Aenßere bauen zu wollen."
„Betrug?" fiel der Sohn rasch ein. „In der That, Sir!Sie vergessen, daß Major Andre im Dienste seines Königs han-delte, und daß die Gebräuche des Kriegs jenen Schritt rechtfer-tigten."
„Und rechtfertigte der Kricgsbranch nicht auch seine» Tod,Heinrich?" fragte Franziska mit gedämpfter Stimme, da sie das,was sie für die Sache ihres Vaterlandes hielt, nicht verlassenwollte, und doch ihr Mitgefühl an dem Unglücke des Mannesnicht zu unterdrücken vermochte.
„Nie!" rief der junge Mann, indem er rasch von seinemStuhle anfsprang und mit schnellen Schritten das Zimmer ans- undabging; „Franziska, du kränkst mich! Angenommen es wäre meinSchicksal, gerade jetzt in die Hände der Rebellen zu fallen; dukönntest wohl auch meiner Hinrichtung das Wort reden — viel-leicht zu Washingtons Grausamkeit frohlocken?"
„Heinrich!" entgcgnete Franziska feierlich und bebte vor inne-rer Bewegung, indes; ihr Gesicht bleich, wie der Tod, wurde —„du kennst mein Herz wenig!"
„Verzeih', meine liebe Schwester, meine kleine Fanny," ver-setzte der Jüngling renmnthig, drückte sic an die Brust und küßte