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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Seite
53
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die Thränen weg, welche ihr, ohngeachtet aller Entschlossenheit,aus den Augen quollen.

Ich weiß wohl, es ist thvricht, auf deine raschen Worte zuachten," sagte Franziska, indem sie sich seinen Armen entwand undihr thränensenchtes Auge mit einem Lächeln zu ihm erhob;aberVorwürse von denen, welche wir lieben, sind schmerzlich, Hein-rich; besonders wo wir wo wir glauben wo wir wis-sen" die Blässe ihres Antlitzes wich dem Feuer der Rose, alssie mit zur Erde gesenktem Blicke und leiser Stimme hinzufügtedaß wir sie nicht verdienen."

Miß Peyton erhob sich von ihrem Stuhle, setzte sich aufeinen andern in der Nähe ihrer Nichte und sprach, indem siefreundlich ihre Hand ergriff:Du solltest dir das Ungestüm dei-nes Bruders nicht so zu Herzen gehen lassen. Du kennst ja dasSprüchwort, daß die Jungen unbändig sind."

Dn könntest auch grausam sagen, wenn du mein Beneh-men dabei znm Maaßstab nehmen willst," erwiederte der Kapitän,und setzte sich ans die andere Seite seiner Schwester;aber wennwir ans den Tod Andrv's zu sprechen kommen, so sind wir Alleäußerst empfindlich. Ihr habt ihn nicht gekannt; aber er war einungemein braver, ehrenwerther und geachteter Mann." Franziskalächelte sanft, und schüttelte den Kopf, ohne etwas weiter zusagen; ihr Bruder aber fuhr, als er diesen Ausdruck ihrer Un-glänbigkeit bemerkte, fort:Dn bezweifelst es und findest seinenTod wohl gar gerecht?"

Ich bezweifle seinen Werth nicht im mindesten," entgegnctedas Mädchen ruhig,und will glauben, daß er ein besseres Schick-sal verdiente. Aber ich kann in Washingtons Benehmen nichtsUngeeignetes finden. Ich kenne zwar die Gebräuche des Kriegest,nur wenig, und möchte lieber noch weniger davon wissen; abermit welchen Hoffnungen auf Erfolg könnten die Amerikaner käm-pfen, wenn sie von alle den Grundsätzen, welche lange Gewohnheit