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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Seite
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ich werde nicht." Er ließ hierauf ihre Hände los, legte die sei-nige auf ihr Haupt und fuhr fort:Wenn der Segen eines Frem-den Ihnen von Nutzen sein kann, so empfangen Sie ihn." Dannwandte er sich ab, machte eine tiefe Verbeugung, und zog sichmit einem Zartgefühl, welches von den Znrückbleibenden gebüh-rend anerkannt wurde, auf sein Zimmer zurück.

Auf die ganze Familie hatte das edle und feierliche Benehmendes Reisenden einen tiefen Eindruck gemacht, und Alle, mit Aus-nahme des Vaters, fanden in der Erklärung desselben eine großeBeruhigung. Man suchte einige von des Kapitäns abgelegte»Kleidungsstücken hervor, die unter anderem Hansrath ans derStadt mitgebracht worden waren; und der junge Wharton, dernun seine unbequeme Maske abgeworfen hatte, fing jetzt erst an,sich des Besuches zu freuen, welchen er mit so viel persönlicherGefahr unternommen hatte. Herr Wharton begab sich auf seinZimmer, um seine gewöhnliche» Geschäfte zu besorgen, und diejungen Dame», welche nun bei ihrem Bruder allein waren, plau-derten mit ihm ohne Unterlaß über Dinge, die irgend ein beson-deres Interesse für sie hatten. Selbst Miß Pcyton wurde vondem Geiste ihrer jungen Nichten angesteckt, und so saßen sie wohleine Stunde, und gaben sich in sorgloser Zuversicht dem Vergnü-gen einer ungestörten Unterhaltung hin, ohne irgend an eine Ge-fahr, die über ihren Häuptern schweben mochte, zu denken. DieStadt und die dortigen alten Freunde blieben dabei nicht langevergessen; denn Miß Pcyton, welche die innerhalb ihres Weich-bildes verlebten, angenehmen Stunden noch recht wohl im Ge-dächtniß hatte, erkundigte sich bald unter anderem auch nach ihremalten Bekannten, dem Obristen Wcllmerc.

O!" rief der Kapitän scherzend,der ist noch immer so hübschund galant, wie er von jeher war."

Wenn ein Weib auch nicht wirklich liebt, so hört sie doch