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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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nehmen. Wenn ich Gründe hätte, ihn zu verrathen, so konntensie unter den gegenwärtigen Umständen nicht in Betracht kommen."

Die jüngere Schwester sank todtenbleich vor Schrecken aufihren Stuhl. Miß Peyton ließ die Theekanne, welche sie ebenvom Tisch genommen hatte, fallen, und Sara saß, ohne die inihrem Schooße liegenden Einkäufe zu beachten, in sprachloserUeberraschnng. Herr Wharton stand betäubt, aber der Kapitänsprang nach einer augenblicklichen Bestürzung in die Mitte desZimmers und rief, indem er die einzelnen Stücke seiner Maskewegschlendertc:

Ich glaube Ihnen von ganzem Herze», und diese lästige Ver-kappung soll nicht länger fvrtdaucrn. Aber ich muß gestehen,daß ich nicht begreife, wie Sie mich erkennen konnten."

Sie sehen in Ihrer wahren Gestalt viel besser aus, KapitänWharton," sagte Harper mit einem leichten Lächeln.Ich möchteIhnen rathen, sich in Zukunft nie wieder so zu verhüllen. Dasdort reicht hin, Sie zu verrathen, wenn es auch an anderen An-lässen zur Entdeckung mangelte." Bei diesen Worten deutete erauf ein Gemälde über dem Kamingesims, welches den brittischenOffizier in der Uniform seines Regiments darstellte.

Ich hatte mir geschmeichelt," rief der junge Wharton lachend,^daß ich auf der Leinwand besser aussähe, als in meiner Ver-,mnmmnng. Sie sind ein guter Beobachter, Herr!"

^Die Noth machte mich dazu," cntgegnete Harper, indem er" sich von seinem Sitze erhob. ,

Franziska trat ihm, als er im Begriffe war, sich zu entfernen,in den Weg, ergriff seine Hand und sprach mit Ernst, währendihre Wangen im reichsten Purpur glühten:

Sic können, Sie werden meinen Bruder nicht verrathen."

Harper betrachtete einen Augenblick die liebenswürdige Spre-cherin in schweigender Bewunderung, drückte dann ihre Hände anseine Brust und cntgegnete mit feierlicher Würde:Ich kann