Viertes Kapitel.
..ES ist des Fremden Blick und Gang,
Die Haltung und der Stimme Klang;
Sein Wuchs so männlich schlank und kühn.Wie einer Festung Batterien,
Und mit des Helden Kraft erscheintDie leichte Anmutk mild vereint.
In seinen majcstät'schen ZügenDes Kriegs und Wetters Spuren liegen. —Doch müht des AugeS Würd' ihr schauen;Flöh' ich vor Feinden, voll VertrauenFleht hier ich Hilfe, in GefahrDes NettcrS sicher ganz und gar —
Doch wenn sein Blick dem Schuld'gen droht.Er muß ihn fürchten, mehr als Tod." —„Genug!" rief die Prinzessin hier,
„'S ist Schottlands Hoffen. Stolz und Zier."
Walter Scott.
Als der Hansirer sich entfernt hatte, verhielt sich die kleineGesellschaft einige Minuten schweigend. Herr Wharton hatte ge-nug gehört, um noch mehr beunruhigt zu werden, ohne daß dieBefürchtungen wegen seines Sohnes erleichtert worden wären.Der Kapitän wünschte Harpern in der Ungeduld seines Herzensan jeden andern Platz, nur nicht an den, welchen er mit solcheranscheinenden Gemüthsrnhc einnahm, während Miß Pepton inder sanften Gefälligkeit ihres Wesens, welche noch ein wenig durchdas innerliche Vergnügen, einen so großen Theil von des HansircrsSpitzen zu besitzen, gehoben wurde, die Anordnung ihres Früh-stückgeräthes vollendete. Sara war geschäftig, mit ihren Einkäu-fen anfznränmen, wobei ihr Franziska, mit Vernachlässigung ihrereigenen Erwerbungen, freundlich an die Hand ging, als der Fremdeplötzlich das Stillschweigen durch die Worte unterbrach:
„Wenn sich Kapitän Wharton meinetwegen scheut, seine Ver-kleidung abznlegcn, so wünsche ich, ihm seinen Jrrthnm zu be-