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9 (1867) L. C. Sulla
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Er fand aber einen Gegner an Marius, der von Ruhmsucht undEhrgeiz ganz besessen war, — zivei Leidenschaften, welche kein Alterkennen. Dieser Mann, der von einer schwerfälligen Lcibesbeschaffen-heit war und dem in Folge seiner Jahre bereits bei den jüngstenFeldzügen die Kräfte versagt hatten, sehnte sich dennoch wieder nachauswärtigen und selbst überseeischen Kriegen! Als nun Sulla in'sLager eilte, um die übrigen Geschäfte vollends abzumachen, so hüteteMarius das Haus, schmiedete aber dabei an jenem grundverderblichenParteikampfe, durch welchen Rom mehr Schaden genommen hat, alsdurch all' seine Feinde miteinander.

Darauf wiesen auch höhere Winke deutlich genug hin. Aus denFahuenschäften brach ohne äußere Veranlassung Feuer hervor, dasmau nur mit Mühe zu löschen vermochte. Drei Raben brachten ihreJungen auf die Straße, fraßen sie dort auf und trugen dann dieUeberbleibsel wieder in ihr Nest zurück. Auch hatten Mäuse in einemTempel das daselbst niedcrgelegte Gold angenagt; die Diener fingenzwar ein Weibchen davon in einer Falle; aber dieses brachte sogar inder Falle fünf Junge zur Welt, wovon es drei verzehrte.

Das Wichtigste war jedoch Folgendes: aus wolkenloser, reinerLuft ertönte Trompetcnklang mit einem lang gezogenen Hellen undkläglichen Laut, so daß Jedermann fast außer sich kam und im Inner-sten erschrack bei der Größe dieses Zeichens. Die etruskischen Sach-kundigen erklärten sich dahin, daß es auf eine Veränderung derMenschheit und der Weltverhältnisse hindeute. Es gebe nämlich imGanzen acht Weltalter, die sich nach Lebensweise und Charakter derMenschen unterscheiden; jedem Weltalter sei von dem Himmel einegewisse Zahl von Jahren fest bestimmt und verlaufe in der Periodeeines sogenannten „großen Jahres". Wenn nun ein solches zu Ende geheund dafür ein neues cintrete, so ereigne sich am Himmel oder auf derErde irgend ein Wundcrzeichen. Allen, die sich um derartige Dingebekümmerten oder etwas davon gelernt hätten, sei es dann augenblick-lich klar, daß nun Menschen von anderer Art und Lebensweise zurWelt gekommen seien, die von den Göttern mehr oder weniger, alsdie früheren, begünstigt würden. Alles, behaupten sie, nehme bei demWechsel der Generationen einen völlig neuen Schnitt an; insbesondereaber sei es die Mantik, welche sich bald in der Achtung hebe und ihrePlut-irch. ix. 2