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man es noch für die gleiche Schande, wenn Einer sein beträchtlichesVermögen, das er antrat, verschwendete, oder wenn ein Anderer nichtbei der Armuth seines Vaters stehen blieb.
Als Sulla späterhin bereits der Herr war und eine Menge vonMenschen hinrichtcn liest, so traf däest Schicksal unter Anderen aucheinen Freigelassenen, der, wie man vermnthete, einen Geächteten beisich verbarg und destwegen vom tarpejischen Felsen herabgestnrzt wer-den sollte. Dieser hielt es dem Sulla vor, das; sie lange Zeit mit-einander unter dem gleichen Dache gewohnt und der Eine sür dasobere Logis zweitausend, der Andere — Sulla — sür das unteredreitausend Sestertien*) als Miethzins bezahlt Hütten: somit habeder ganze Unterschied ihrer Verhältnisse in tausend Sestertien bestan-den. — sWas soviel ist, als 250 attische Drachmen **).s
Soweit gehen die Nachrichten, die man über Sulla's frühesteVermögenSverhaltnisse besitzt.
Cap. 2.
Sein leibliches Aussehen lässt sich im Ganzen an seinen Sta-tuen erkennen. Aber das Blnugrau seiner Augen, welches auf eineentsetzliche Weise stechend und schars war, wurde durch die Gesichts-farbe für den Anblick noch schrecklicher gemacht. Auf der rotheu Hautsaß nämlich ein rauher Ansschlag und diese Röthe war sporadischwieder mit meisten Stellen untermischt. Davon leiten Einige auchseinen Namen ab ***), der eben seine Farbe bezeichnen soll. Von denSpöttern zu Athen verhöhnte ihn gleichfalls Einer durch folgendendarauf bezüglichen Vers:
„eine Maulbeer' ist der Sulla, die man wohl mit Mehl bestreut!"
*) Vier Sestertien galten s. v. a. ein römischer Denar, oder eine griechischeDrachme.
**) 250 Drachmen etwas über 53 Thaler. Sulla's Hauszins betrug stark!66 Thaler, der des Freigelassenen stark 106 Thaler.
***) Nach Macrobius dagegen erhielt schon zur Zeit der panischen Kriege eingewisser Cornelius Rufus den Beinamen „Sibylla", weil er aus den sibyllinischenBüchern vorschlug, die apollinarischen Feste zu feiern; jenes Wort sei sodann inSulla verkürzt worden.