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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
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Den Eupatridcn übertrug er die Erkenntniß in Religions-sachen, die Stellung obrigkeitlicher Personen, die Pflicht über dieGesetze Belehrungen zn geben und sowohl göttliche, als mensch-liche Rechte auszulcgen. Außerdem gab er ihnen eine den übrigenBürgern nahezu gleiche Stellung, indem die Enpatrideu nur inder Ehre, wie die Geomoren durch den Nutzen und die Demiur-gcn durch ihre Anzahl, einen Vorrang zu besitzen schienen. Daßer zuerst eine Schwenkung zu den unteren Klassen machte, (wiesich Aristoteles ausdrückt,) und somit die Alleinherrschaft aufgab,scheint auch Homer zu bezeugen, sofern er in seinem Schiffsver-zeichniß-) bloß die Athener einen Demos, d. h. eine freie Ge-meinde, nannte.

Ferner ließ Theseus auch Münzen mit dem Gepräge einesOchsen schlagen, entweder wegen des marathonischen Stiers, odermit Beziehung auf den Feldherrn des Minos, oder endlich, umseine Landsleute zum Ackerbau einzuladen. Von ihm soll auchdie Benennung: „Hekatomböon und Dekaböon **) herrühren.

Nachdem er das megarische Gebiet in dauernder Weise fürAttika gewonnen hatte, ließ er auf dem Isthmus die vielbespro-chene Säule aufrichten, welche von ihm eine Aufschrift erhielt, diedurch zwei sechsfüßige Jamben die Landesgränze bezeichnete. Aufder östlichen Seite stand:

„Hier ist nicht mehr Peloponnes, hier Jonien!"

und auf der Westseite:

„Hier ist PeloponnesoS und nicht Jonien!"

Auch veranstaltete er dort, um den Vorgang des Herkules nach-zuahmen, zuerst die Wettspiele, indem er eine Ehre darin suchte,daß die Griechen auf seine Veranlassung ebenso dem Poseidon dieisthmischcn Spiele feierten, wie man, durch Herkules veranlaßt,dem Zeus die olympischen Spiele abhiclt. Diejenigen nämlich,

st Name des zweiten Buchs der Jliabc.

»st D. h. Werth von 100, oder 10 Ochsen — Ausdrücke, die jedoch deiHomer noch leine eigentliche Münze bezeichnen.

Plutarch. XVIII.

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