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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
Entstehung
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dem Thcile der Stadt, der jetzt Asty ') heißt; die Stadt selbstbenannte er Athen und führte die Panathenäen als gemeinschaft-liches Opferfest ein. Außerdem beging er auch das, nochheutzutage bestehende, Fest der Metökien^) am sechszehnten Tagdes Monats Hekatombäon.

Und jetzt legte er, seinem Versprechen zufolge, die königlicheWürde nieder, um die Verfassung in Ordnung zu bringen, wo-bei er mit der Religion begann. Denn auf seine Anfrage inDelphi wurde ihm folgende Antwort hinsichtlich des neuen Staa-tes gegeben:

„AegeuS' Sohn, ThesenS, von Pittheus' Tochter geboren,

Traun, mein Vater — er hat snr mancherlei Städte die GränzenNiedergeleget in euerer Stadt, sammt ihren Geschicken;

Aber o mache dir nicht voll Sorge darüber Gedanken

Tief im Geist; es schwimmet ein Schlauch stets über der Meersluth."

Das gleiche Orakel soll auch eine Sibylle späterhin der Stadtgegeben haben:

„Nntergetaucht, wie ein Schlauch, wirst du, doch ohne zu sinken."

Cap 25.

In der Absicht, die Bevölkerung der Stadt noch mehr zuheben, lud er nun, unter Verheißung von vollständiger Rechts-gleichheit, Jedermann zum Beitritt ein und die Ausrufformel:„Heran, ihr Völker all'!" soll von Theseus herrühren, der eineallgemeine Republik zu begründen beabsichtigte.

Indessen wollte er doch keineswegs unter dem Einfluß einerunterschiedlos heranströmenden Menschenmenge ein ungeordnetes,verworrenes Wesen in seiner Demokratie aufkommen lassen, son-dern war der Erste, welcher die Abtheilung in Eupatriden,Geomoren und Demiurgen (d. h. Adelige, Ackerbauer und Ge-werbsleute) einführte.

>) Asty, die alte Stadt, welche um die von KekroPS erbaute Akropolis herumlag, der City in London vergleichbar.

2) Metökien, Fest des Wohnungswechsels.

») Vielleicht ist hier die Pythia mit einer italischen Sibylle verwechselt.