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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
Entstehung
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Das Geschlecht des Theseus geht von väterlicher Seite aufErechthcus >) und die ersten Ureinwohner zurück; von mütterlicherSeite war er ein Pelopide. Pelops selbst verdankte theils derGröße seines Neichthums, theils und noch mehr dergroßen Anzahl seiner Kinder die bedeutendste Machtstellung unterallen Königen im Peloponnes. Er verehelichte viele Töchter andie Vornehmsten, wie er auch viele Söhne da und dort in denverschiedenen Staaten als Regenten einsetzte.

Einer von ihnen, Pitthcus, der Großvater des Theseus,baute eine kleine Stadt, Trözcn ^), und besaß zugleich in der da-maligen Zeit den Ruhm eines der Rede mächtigen, hochverständigenMannes im hervorragendsten Sinne. Was man einen solchenVerstand nannte, hatte ohne Zweifel die Gestalt und Bedeutung,wie wir sie bei Hesiod finden, der gleichfalls durch ähnliche Sinn-und Sittensprüche in seinenWerken und Tagen" sich einenso hohen Ruhm erwarb. Einen von diesen Sprüchen schreibtman dem Pitthcus zu:

Einem befreundeten Manne genügt die berheißenc Löhnung^)."

Dieß behauptet wenigstens der Philosoph Aristoteles. Auch Euri-pides, welcher den Hippolytos einenZögling des heiligenPittheus" nennt, beweist dadurch deutlich die hohe Meinung, dieman von Letzterem hegte ^).

Aegeus, welcher bisher kinderlos geblieben, erhielt nun vonder pythischen Priesterin, wie man erzählt, jenen allbekanntenOrakelspruch, der ihm jede Gemeinschaft mit einem Weibe ver-bot,bevor er nach Athen gekommen". Indessen war er dochüber den Sinn der Worte nicht völlig im Klaren. Deßwegen

1) Erechtheus, nach Apollodor ein Sohn Vulkans und der Erde.

2) Trozen auf der Ostküste des Peloponnes.

2 ) Hesiod, Werke und Toge V. 36.

4) Vergl. Euripides' HiPPolytus V. 11.