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17 (1866) Romulus und Numa
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indem man vielmehr bei dieser Absicht schon die Schwelle dcZ eigenenHauses nur mit gesammeltem Gcmüthe verlassen solle: ebenso glaubteauch Numa, daß die Bürger nichts Religiöses nur so beiläufig undgleichgültig auhören und auscheu dürsten. Nein, sic sollten dabei vonallem Andern feiern und ihren Geist fest auf eine fromme Handlunggerichtet halten, weil es die wichtigste Handlung sei. Alles Geräusch,Lärmen, Fluchen, und was derartiges die nothwendigen und hand-werksartigcu Geschäfte begleitet, sollte bei ihnen während jeder heiligenVerrichtung von den Straßen entfernt bleiben. Eine Spur davon hatsich bis ans den heutigen Tag erhalten. Wenn ein höherer Staats-beamter mit Anguricn oder Opfern beschäftigt ist, so wird laut ausgc-rusen: «Iroo »Fs», ein Wort, welches bedeutet: „treibe nichts an-deres!" und dessen Zweck ist, Alle, die zufällig in der Nähe sind, zurAufmerksamkeit und in die Ordnung zu weisen.

Auch sonst waren viele seiner Befehle den Anweisungen des Pi>-thagoras ähnlich. Von diesem war cs verboten, ans einen Chönir*)zu sitzen, mit einem Schwert durch das Feuer zu Hanen, beim Antritteiner Reise sich nmznkehren; ferner sollte man den Göttern im HimmelOpfer in gerader Zahl schlachten, den unterirdischen in ungerader Zahl,— lauter Dinge, deren tieferen Sinn man vor der Menge verborgenhielt. So haben auch von Numa's alten Gesetzen manche einen ver-borgenen Sinn, z. B. daß man den Göttern keinen Wein von uube-schnittcnen Rebstöcken zur Spende weihen und kein Opser ohne Mehldarbringen soll; auch soll man sich bei der Adoration nmdrchcn undnach derselben niedersctzen.

Die beiden ersten Vorschriften scheinen offenbar die Cultiviruugdes Bodens zu besichtigen, was Numa gleichfalls als einen Thcil derfrommen Gesinnung betrachtet. In dem Umdrchen bei der Anbetungfindet man eine Darstellung der Weltbewegung; doch hat eine andereErklärung noch mehr Wahrscheinlichkeit. Da die Richtung der Tempelgegen Osten sieht, so ist man beim Anbeten zunächst nicht in der Linie

"> Der „Chönix", welchen Plutarch nennt, war der achtundvicrzigstc Theil einesattische» SchcssclS und faßte soviel, als man für die Tagekost eines Menschen rechnete.Der Sin» dieses Verbots wird auf mancherlei Weise gedeutet; die einfachste Deutungwird wohl, wie meistens, die beste sein.