die ihre Raschheit in Verbindung mit Kraft und Gewandtheit darlegen.Die Schilde selbst nennt man von ihrer Gestalt Aneilien (Hohlschilde);denn cs ist kein Kreis, auch stellt es nicht die Peripherie dar, wie dergewöhnliche Schild, sondern hat den Ansschnitt einer gewundenen Linie,deren Spitzen sich cinbiegen und an der breitesten Stelle sich einanderwieder zukehren, wodurch sic eine hohle Figur bilden (selrsina ano)-Ioi>). Oder kommt der Name von anoon, Ellenbogen, au dem sie ge-tragen werden. Denn dies; behauptet Juba, der die Benennung durch-aus graecisiren will. Doch kann sie auch von ansoatlisn, „öbenhcr",abgeleitet werden, weil die Schilde vom Himmel kamen, ebenso vonnessis, Heilung der Kranken, oder von nuolrmos, wegen der Aushe-bung der Dürre, wie endlich auch von annsolrssis, Einhalt des Elends,westhalb auch die Dioskurcn in Athen „Anales", Heilende, genanntwurden, wenn mau ja den Namen auf die griechische Sprache zurück-führcn will.
Der Lohn, den Mamurius für sein obengenanntes Kunststückerhielt, bestand in einer Erwähnung in dem Liede, das von den Sa-liern bei dem Waffentanze durchgcsungen wurde. Freilich sagenEtliche: man habe nicht Veturius Mamurius darin genannt, sondernvstarsnr ivevaoriain, d. h. „das alte Andenken".
Cap. 14.
Nachdem er die Priestcrstcllen in Ordnung gebracht hatte, bauteer sich in der Nahe des Vestatcmpels die sogenannte Regia, eine Artvon königlichem Palaste. Hier brachte er den grössten Thcil seinerZeit zu, thcils mit Opfern oder Unterweisung der Priester beschäftigt,thcils in stilles Nachdenken über religiöse Gegenstände versunken. Dochbesäst er auch noch ein anderes Hans in der Nähe des QuirinalischcnHügels, dessen Platz man noch heutzutage zeigt.
, Bei Proccssioncn, überhaupt bei feierlichen Priestcraufzügen,gingen Herolde voraus, welche die Strasten entlang vollständige Ruheund Einstellung aller Arbeit geboten. Tenn wie der Sage nach diePpthagoräer nicht duldeten, das; man den Göttern nur gleichsam imVorbeigehen eine Kniebengung machte, oder ein Gebet an sie richtete,