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17 (1866) Romulus und Numa
Entstehung
Seite
77
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sönlich zu bessere» Gesinnuiige» zu bewegen. Gelang ihnen diesesnicht, so riefen sie die Götter zu Zeugen nn und sprachen viele furcht-bare Verwünschungen über sich selbst, wie über ihr Vaterland, ans,wenn das Recht bei dem Angriff nicht ans ihrer Seite stehe; erst dannerklärten sic ihnen den Krieg. Wenn sie Einsprache thntcn, oder auchnur die Sache nicht billigten, so durfte kein römischer Soldat und keinrömischer König die Waffen ergreifen. Von ihnen mnstte jeder Be-fehlshaber vor Allem den Beginn eines Krieges als eine Sache desRechts gleichsam in Empfang nehmen, um dann erst an den Gewinnzu denken.

Auch das bekannte Elend des gallischen Kriegs soll nur desthälbüber die Stadt gekommen sein, weil man diese Priestcrschast wider dasGesetz außer Acht ließ. Tie Barbaren belagerten nämlich gerade da-mals die Stadt Elnsinm und Fabius Ambnstns wurde in ihr Lagexabgesandt, um zu Gunsten der Belagerten einen Friedensabschlnß zuvermitteln. Er erhielt jedoch eine abweisende Antwort. Und hicmithatte, wie er meinte, seine Gesandtschast ihr Ende erreicht. Er ließsich daher von jugendlicher Unbesonnenheit so weit fortrcißen, daß erfür die Sache der Clnsiner die Waffen ergriff, und den tapferstenStreiter des feindlichen Heeres heransforderte. Der Zweikampf fielnun zwar glücklich ans, indem er seinen Gegner zu Boden streckte undder Rüstung beraubte. Allein die Gallier kannten ihn und schickteneinen Herold nach Rom, um den Fabius zu verklagen, „daß er widerdie Vertrüge, und treuloser Weise ohne vorangegangene Kriegserklä-rung den Krieg gegen sie eröffnet hätte." Hier suchten mm die Fetialenden Senat zur Auslieferung des Fabius nn die Gallier zu bewegen.Allein er nahm seine Zuflucht zu den Massen und die Sympathien desVolkes, die er für sich hatte, ließen ihn einer Vcrnrthcilnng entgehen.Aber bald darauf rückten die Gallier heran und zerstörten Rom mitAusnahme des,Capitols. (Die nähere Erzählung hievon vergleiche

man in der Lebensbeschreibung des Camillns.)

Cast. 13.

Wir gehen zu den salischen Priestern über, deren Ausstellung an-geblich durch folgenden Anlaß begründet war.