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fern Säuglingen, und gebt uns nusereVätcr und Verwandte wieder,anstatt uns auch noch unsere Kinder und Männer zu rauben. Wirflehen euch an: macht uns nicht abermals zn Gefangenen!"
Solcherlei rief ihnen Hersilia in Menge zn; die andern vereinig-ten ihre Bitten mit ihr. Es wurde also ein Waffenstillstand abgeschlossenund die Anführer kamen zn einer Besprechung zusammen. Währenddessen führten die Frauen ihre Männer zu den Vätern und Brüdern,brachten ihre Kinder herbei, wie auch Essen und Trinken für die Hung-rigen und Durstigen; die Verwundeten nahmen sie in ihre Häuser undverbanden sie; zugleich ließen sie dieselben mit eigenen Augen sehen,daß sie die Herrinnen im Hanse seien, ihre Männer ihnen alle Auf-merksamkeit schenkten und ihnen in freundlichster Weise alle Ehre er-wiesen.
Hierauf wurde verabredet: daß von den Frauen jede, welcheLust habe, bei ihrem jetzigen Manne bleiben könne, aber — wie bereitsgesagt — von jeder Arbeit und jeder niederen Dienstleistung, mit Aus-nahme des Wollespinnens, befreit sein solle; Römer und Sabiner soll-ten gemeinschaftlich die Stadt bewohnen; dieselbe sollte zwar nach Ro-mains Rom heißen, dagegen sämmtliche Römer nach der Vaterstadt desTatius „Quiriten" genannt werden; beide Könige sollten Negierungund Heerbefehl gemeinschaftlich besitzen.
Der Ort, wo man diese Verabredungen traf, heißt noch heutzu-tage „Comitium", denn «oowiro» bedeutet im Lateinischen „zusam-menkommen".
Cap. 20.
Die Stadt war jetzt um das Doppelte vergrößert. Deßwegen wur-den noch hundert weitere Patricicr aus den Sabinern dem Senate zu-gctheilt, und der Stand der Legionen erhöhte sich auf sechstausendMann Fußvolk nebst sechshundert Reitern. Alan stellte drei Tribusauf und nannte die erste nach Romnlus „Namuenses", die zweite nachTatius „Tatienses", die dritte „Luceres" nach dem Haine, in welchensich nach Eröffnung des Asyls Viele geflüchtet hatten, die sodann dasBürgerrecht erhielten; denn der Hain heißt «Inons». Daß aber diegenannte Zahl der Stämme die richtige ist, beweist schon der Name;