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17 (1866) Romulus und Numa
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denn noch jetzt nennt man die Stämme tridus und die Stamm-meister Tribunen.

Jeder Stamm umfaßte ferner zehn Curicn, welche, wie zuweilenbehauptet wird, von jenen Frauen ihren Namen erhielten. Dies;scheint jedoch eine Unrichtigkeit zu sein; denn viele haben ihre Benen-nung von Ocrtlichkeitcn.

Uebrigcns räumte man allerdings den Frauen gar Vieles ein,um ihnen eine Ehre zu erweisen, unter Anderem auch Folgendes: das;man auf der Straße sich erhob, wenn sie vorübergingen, — daß Nie-mand in Gegenwart einer Frau etwas Unanständiges sagen durste,— daß man sich nicht nackt sehen lies;, bei Strafe, vor das peinlicheGericht gezogen zu werden, — das; ihre Kinder die sogenannte liuUa,*)trugen, welche den Namen von ihrer Gestalt hat und einer Wasserblaseähnlich um den Hals hing; ebenso trugen sie die to§u xro-stsxta,.

Die Könige beratschlagten sich nun in vorkommenden Fällennicht alsbald gemeinschaftlich mit einander, sondern jeder that es zuerstmit seinen hundert Senatoren besonders, worauf sie erst eine allgemeineVersammlung veranstalteten.

Tatius hatte seine Wohnung da, wo jetzt der Tempel der Mo-ncta**) steht, Romulus neben der sogenannten „Treppe des schönenUfers"***). Diese befindet sich an dem Punkte, wo man von dempalatinischen Berge in den 6ireus rna-ximus hernntersteigt.

Hier soll auch der Kornclbaum gewesen sein , von dem die fol-gende Sage geht. Romulus schleuderte einmal, um seine Kraft zuversuchen, eine Lanze, die einen Schaft ans Kornclkirschholz hatte, vomaventiuischen Berg herunter. Die Spitze drang so tief in den Bodenein, das; trotz der vielfachsten Versuche Niemand im Stande war, sicwieder heraus zu ziehen. Das Holz steckte also in der Erde, die ihm

*) Lulla, eine Halbkugel aus Gold- oder Silbcrblcch, die von patricischcn Kin-dern an einem Band am Halse getragen wurde; togn xraotoxta, ein weißer Mantel,unten mit einem Purpurstreiscn verbrämt, von jungen Leuten und MagistratSpcrsonengetragen.

**> Moncta, Beiname der Inno von verschiedenen wohlgemeinten Ermahnungen;nach eine», solchen Anlaß kam es, daß daselbst die „Münze" stand, daher mouots,auch diese Bedeutung erhielt.

***) „Schönes Ufer", weil eS mit Steinen aufgemaucrt war.