ritt allen Andern weit voraus. Als aber das Pferd im Moraste zuversinken anfing , versuchte er noch einige Zeit lang , dasselbe durchSchlagen und Zuruf hindurch zu treiben. Dies; zeigte sich jedoch alsunausführbar. Daher lies; er das Pferd Pferd sein und war nurnoch auf seine eigene Rettung bedacht. (Dieser Platz trägt von ihmbis heutzutage den Namen: „Curtins'schcr See".)
Die Sabiner, die sich jetzt vor der drohenden Gefahr hüteten, lie-ferten nun eine gewaltige Schlacht, welche jedoch ohne Entscheidungblieb, obgleich viele Menschen sielen, unter denen sich auch Hostiliusbefand. Letzterer soll der Gatte der Hersilia und Großvater des Ho-stilius gewesen sein, der dein Nmna auf dem Throne folgte.
Und abermals entspannen sich in kurzem viele weitere Kämpfe,wie natürlich. Ein Treffen und zwar das letzte wird besonders her-vorgchoben. In demselben erhielt Nomulns einen Steinwnrf an denKopf und wenig fehlte, daß er zu Boden fiel. Sein Widerstand gegendie Sabiner ermattete; die Römer wankten und eilten fliehend nachdem palatinischen Berg , weil sie aus der Ebene verdrängt wurden.Aber bereits erholte sich Romulus von dem erhaltenen Stoße; erwollte, in entgegengesetzter Richtung von den Fliehenden, den Feindenentgegenrückcn und feuerte mit gewaltigem Nus die Seiuigen zumStandhalten und Kämpfen auf. Allein der Strom der Flucht ergoßsich mächtig um ihn her und Niemand hatte den Math, umznkehrcn.Da hob er seine Hände zum Himmel und betete zu Jupiter: „ermöchte das Heer zum Stehen bringen und Rom nicht sinken lassen, son-dern wieder emporheben!" Nach diesem Gebete wurden gar Manchevon einem Gefühl der Beschämung ihrem Könige gegenüber ergriffenund durch diese Umstimmung kam neuer Math in die Seele der Fliehen-den. Sie hielten also Stand und zwar zuerst an dem Platze, wojetzt der Tempel des „Jupiter Stator" sich befindet, — ein Wort, dasman mit „Gott des Standhaltcns" übersetzen könnte. Hierauf schlos-sen sie wieder ihre Reihen und drängten die Sabiner zurück, biszu der jetzt sogenannten Regia*) und dem Tempel der Vesta.
*) Regia war nach Vertreibung der Könige die Wohnung des sogenannten RexSLvrMeuIas und stand in der Vis. saora.