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17 (1866) Romulus und Numa
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Weil sie dem Gallierkönig Gemahlin zu werben begehrte,

Hat sic die Vaterstadt nicht, wie sie sollte, bewacht."

Und einige Zeilen nachher heißt es über ihren Tod:

„Bojer bestatteten sie und unzählige Stamme der KeltenOhne geschorenes Haupt, diesseits der Fluthen des Po, —Warfe» die Waffen herein von IriegSwahnsinnigen Händenlieber die klägliche Maid, machten zum Morde den Schmuck."

Cap. 18.

Von dem Orte, wo Tarpeja begraben wurde, hieß übrigens derdortige Hügel „der tarpejische", bis später der König Tarquinius demJupiter daselbst einen Tempel baute, weßhalb ihre Ueberreste anders-wohin versetzt wurden und überhaupt der Name der Tarpeja sich ver-lor. Nur einen Felsen auf den: Capitolium nennt man noch jetzt dentarpejischen, — den Felsen, von welchem man die Verbrecher her-unterstürzt.

Als nun die Burg von den Sabinern in Besitz genommen war,forderte sie Romulus ergrimmt zur Schlacht heraus, und auch Tatiusbesaß hiezu den nöthigen Muth, weil er sah, daß ihnen im Falle derUeberwältigung ein starker Rückzngsposten zu Gebote stand. Dennder dazwischenliegende Platz, auf welchem der Zusammenstoß erfolgenmußte und der von vielen Hügeln umgeben ist, ließ zwar voraussicht-lich für beide Theile einen hitzigen und wegen des ungünstigen Ter-rains sehr schwierigen Kampf erwarten; doch konnte im schlimmstenFalle jede Verfolgung, wie jede Flucht, sich in dieser Enge nur auf einenkleinen Raum erstrecken.

Zufällig war von dem Anstreten des Flusses, das wenige Tagezuvor stattgefunden hatte, in den eben gelegenen Plätzen an dem heu-tigen Forum ein tiefer und unbemerkbarer Sumpf entstanden. Daderselbe sich dem Auge nicht offen bemerkbar machte, so konnte mansich nicht davor in Acht nehmen; auch außerdem war er schwierig undheimtückisch. Als die Sabiner ans Unkenntnis; der Sache nach dieserGegend hineilten, hatten sie noch großes Glück. Denn Curtius, einangesehener, durch Ruhm und Selbstbewusstsein hochmüthiger Mann,Plutarch. XVII. 3